08.07.2014 | IVD

Hälfte der Mietwohnungen von Maklern vermittelt

In Großstädten werden 54 Prozent der Mietwohnungen durch Makler vermittelt
Bild: Michael Bamberger

Mietinteressenten besichtigen in Deutschland im Schnitt acht Mietwohnungen, bevor sie einen Mietvertrag unterschreiben. Das zeigt eine Umfrage des Immobilienverbands IVD. Dabei werden in Großstädten 54 Prozent der Wohnungen durch Makler vermittelt, in ländlichen Regionen rund 40 Prozent.

In Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern besichtigen Mietinteressenten durchschnittlich sogar 9,19 Wohnungen. In Städten unter 30.000 Einwohnern liegt die Zahl bei durchschnittlich 6,7 Wohnungen vor der Vertragsunterzeichnung.

Bevor es zum Abschluss eines Mietvertrags kommt, besichtigt ein Immobilienmakler eine Mietwohnung im Durchschnitt an verschiedenen Besichtigungsterminen mit 9,66 Mietinteressenten. In Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegt die Zahl der Interessenten mit 11,51 deutlich höher als in ländlichen Regionen. Hier gibt es im Durchschnitt nur acht Interessenten je Wohnung. Aus Berlin wurden jetzt Stimmen laut, das Maklerhonorar bundesweit zu begrenzen.

IVD: Konsequenzen des "Bestellerprinzips"

Die Einführung des "Bestellerprinzips" wird dem IVD zufolge die Berufspraxis der Makler komplizierter machen. Der Verband hatte im Juni mit einer Online-Petition 6.500 Unterschriften gegen diese Regelung gesammelt. Bisher erteile der Wohnungssuchende dem Makler den Auftrag und dieser schlage ihm meist Wohnungen aus seinem Portfolio zur Besichtigung vor.

Das sei in Zukunft nicht mehr möglich: Der Mietinteressent ist nach den Plänen der Bundesregierung nur zahlungspflichtig, wenn er zunächst einen Suchauftrag in Textform erteilt hat und der Makler daraufhin eine ihm bis dato nicht bekannte Wohnung für diesen Interessenten akquiriert habe. Anderen Wohnungssuchenden sind diese Wohnungen damit verwehrt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Mietwohnung, Immobilienmakler

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