| Immobilienmarkt Deutschland

Gutachterausschüsse: Keine Preisblase in Sicht

In München sind Preise bis 6.000 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Geldumsatz mit Immobilien ist den Gutachterausschüssen zufolge auch 2012 gestiegen: Deutschlandweit wurden rund 162 Milliarden Euro für Immobilien ausgegeben. Anzeichen für eine Preisblase seien nicht erkennbar.

So sind die Umsätze von Immobilien von 2009 auf 2010 um rund + 14 Prozent, von 2010 auf 2011 um rund + 6 Prozent und von 2011 auf 2012 um rund + 3 Prozent gestiegen. Es wird erwartet, dass sich die Umsatzzahlen in den Folgejahren etwa auf 170 bis 175 Milliarden Euro einpendeln werden.

Starke regionale Unterschiede bei Wohnimmobilien

Von den rund 162 Milliarden Euro im Jahr 2012 entfallen 65 Prozent auf Wohnimmobilien und rund 20 Prozent auf gewerblich genutzte Immobilien. Für Wohnimmobilien haben die Gutachterausschüssen in Deutschland regional sehr unterschiedliche
Preisentwicklungen ermittelt. In einigen Landkreisen sind in 2012 Preisrückgänge von bis zu 15 Prozent registriert worden, hier handelt es sich um ländliche Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Thüringen.

Die niedrigsten Preise werden für freistehende Einfamilienhäuser in Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt verlangt: Hier kosten Einfamilienhäuser in Regionen mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung unter 550 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Die höchsten Preise werden nach wie vor in München, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf verzeichnet; die Durchschnittspreise liegen hier bei 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. In München sind auch Preise bis 6.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche keine Seltenheit.

Die komplette Auswertung der Kaufpreissammlung erscheint 2014

Auch in prosperierenden Bereichen sind nach den Ermittlungen der Gutachterausschüsse keine Anzeichen für eine Immobilienmarktblase erkennbar. Insbesondere in Städten mit starken Einwohnerzuwächsen sind steigende Wohnflächenpreise und Wohnraummieten festzustellen. Mit dem Erscheinen der etwa 300 Seiten starken Studie ist zu Beginn des kommenden Jahres zu rechnen. Grundlage der Immobilienmarktstudie sind Transaktionsdaten, die in diesem Umfang nur durch die amtlichen Gutachterausschüsse zur Verfügung gestellt werden können. Datenbasis sind die Kaufpreissammlungen nach § 192 ff. des Baugesetzbuches. Sie enthalten Immobilienmarktdaten, die direkt aus den Notarverträgen über Immobilienverkäufe abgeleitet worden sind.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienpreis, Immobilienblase

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