12.03.2014 | Cushman & Wakefield

Globales Investmentvolumen steigt 2014 auf knapp eine Billion Euro

Treiber dieser Entwicklung sind die Investmentmärkte in den USA und in Westeuropa
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Investmentvolumen in gewerbliche Immobilien belief sich 2013 weltweit auf 859 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg um 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Europas Top-3-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien stieg das Volumen um 24 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilienberater Cushman & Wakefield (C&W).

Außerdem prognostiziert C&W für das Jahr 2014 eine Steigerung des globalen Volumens um 13 Prozent auf knapp eine Billion Euro.

Treiber dieser Entwicklung dürften in erster Linie die Investmentmärkte in den USA und in Westeuropa sein. Grenzüberschreitende Investitionen stiegen im Jahr 2013 weltweit um 24,3 Prozent, während sich das Wachstum der inländisch getätigten Investitionen auf 22,3 Prozent belief. Damit hatten grenzüberschreitende Investitionen im Jahr 2013 einen Marktanteil von 17,6 Prozent.

Internationales Kapital stammte 2013 vornehmlich aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Anleger aus dieser Großregion haben 40 Prozent aller grenzüberschreitenden Investitionen getätigt, die Mehrheit floss in asiatische Märkte. Auf globaler Ebene agierten in erster Linie nordamerikanische Investoren, die 43,8 Milliarden US-Dollar außerhalb ihrer Großregion investierten. Ihr Marktanteil an interregionalen Investitionsströmen belief sich damit auf 43 Prozent. Asiatische Investoren haben ihr Investmentvolumen außerhalb ihrer Großregion um 88 Prozent gesteigert, Investoren aus dem nahen und mittleren Osten gar um 96 Prozent. Demgegenüber stieg das Engagement nordamerikanischer Investoren außerhalb der Region Amerika nur um 23 Prozent, während Europas Anleger ihr außereuropäisches Engagement kaum weiter ausbauten. C&W prognostiziert, dass Asien in naher Zukunft Nordamerika als wichtigste Quelle globalen Kapitals ablösen wird.

Deutschland und UK maßgebliche Treiber in EMEA

Pensionsfonds wie auch Staatsfonds haben ihren Anlagefokus ganz klar auf EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) ausgerichtet. 59 Prozent ihres Investitionsvolumens wurde 2013 in EMEA platziert (ohne Grundstückskäufe und ohne Wohnportfolios), 28 Prozent in Amerika und 13 Prozent in Asien.

Die Großräume Amerika, EMEA und Asien haben sich 2013 sämtlich positiv entwickelt. Dabei präsentieren sich auch die europäischen Märkte in sehr unterschiedlicher Verfassung, überraschenderweise fiel das Wachstum jedoch deutlich breiter aus als prognostiziert. Wie erwartet, waren die Märkte in Großbritannien und Deutschland die maßgeblichen Treiber der Entwicklung in der Region EMEA, doch auch für Russland, Italien, Spanien, die Niederlande und Belgien wurden wesentliche Anstiege der Investmentvolumina registriert. Letzteres gilt auch für die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, Südafrika, den Nahen Osten und ausgewählte afrikanische Märkte. Demgegenüber bewegten sich die Märkte in Frankreich, Schweden und Polen auf Vorjahresniveau, während die Märkte in Norwegen, der Schweiz und in Dänemark an Aktivität einbüßten.

Ein starkes viertes Quartal 2013 hat das Investmentvolumen in EMEA auf ein Sechsjahreshoch von 246,3 Milliarden US-Dollar (179,3 Milliarden Euro) steigen lassen. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 23 Prozent übertroffen. Die mit Abstand wichtigste Entwicklung war die Markterholung außerhalb der Kernmärkte. Mit einem Anstieg des Investmentvolumens um 107 Prozent waren die südeuropäischen Märkte ganz klar Motor dieser Entwicklung.

Die weiterhin hohe Core-Nachfrage in Kombination mit besseren Finanzierungsmöglichkeiten hat die Investmentvolumina in Europas Top-3-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien um 24 Prozent steigen lassen. Die Top-3 vereinigten somit 66 Prozent des Investmentvolumens in dieser Region auf sich.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilieninvestition

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