04.09.2015 | GfK

Einzelhandel steigert Umsatz in Innenstädten um sieben Prozent

Im Konkurrenzkampf gegen den Onlinehandel zieht es die Händler in die Innenstädte.
Bild: Siegfried Bellach ⁄

Der Einzelhandelsumsatz in deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist zwischen 2010 und 2014 um rund sieben Prozent gestiegen. Das teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf einer Pressekonferenz des Immobilienwirtschaftsverbandes ZIA in Berlin mit. Auch Großunternehmen wie Ikea würden in Zukunft mehr in citynahen Lagen investieren.

Unter dem Druck der Onlinekonkurrenz werden die Einkaufsstraßen der Großstädte für den stationären Handel immer wichtiger. Außerhalb der Innenstädte und in kleineren Kommunen seien die Umsätze eher zurückgegangen.

Der Trend in die Innenstädte geht auch an Händlern nicht vorbei, die bisher ihre Läden fast ausschließlich auf der grünen Wiese bauten. Ikea-Manager Johannes Ferber berichtete, auch Ikea werde in Zukunft immer mehr in Innenstädten oder zumindest innenstadtnahen Lagen investieren. Ein Pilotprojekt in Hamburg-Altona habe nicht nur sehr hohe Besucherzahlen. Das Geschäft erreiche auch viele Verbraucher, die früher nicht zu Ikea gekommen seien.

Der Branchenverband ZIA forderte mehr Chancengleichheit zwischen stationärem Einzelhandel und Onlinehandel. Wenn die Städte ihre Funktion als Marktplatz behalten sollten, dürften die Läden dort nicht durch starre und umfangreiche Regulierungen - von der Verkaufsflächenbeschränkung bis hin zur Regelung der Öffnungszeiten - gegenüber dem Online-Handel benachteiligt werden.

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