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Gewerbliches Transaktionsvolumen steigt um 30 Prozent

Der Verkauf des "Tower 185" trug maßgeblich zum Frankfurter Ergebnis bei
Bild: CA Immo

Am deutschen Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien wurden laut Immobiliendienstleister CBRE in den ersten drei Quartalen 2013 rund 18,8 Milliarden Euro umgesetzt. Das ist ein um 30 Prozent höheres Transaktionsvolumen als im Vorjahreszeitraum. An der Spitze: Frankfurt am Main.

Im Investorenfokus standen weiterhin die fünf großen deutschen Investmentzentren (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München), auf die mit 10,4 Milliarden Euro die Hälfte des Transaktionsvolumens entfiel. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum erhöhte sich das Investitionsvolumen in den Top-Standorten nochmals um 50 Prozent.

Frankfurt mit 2,59 Milliarden Umsatz auf Platz 1

Mit einem Transaktionsvolumen von 2,59 Milliarden Euro (+ 119 Prozent gegenüber dem Vorjahr) belegt Frankfurt, wo kurz vor Ende des dritten Quartals zwei Drittel des Tower 185 von der durch CBRE beratenen CA Immo an die PPG Partner Pensionsgesellschaft und das WPV Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer Nordrhein-Westfalens verkauft wurden, den ersten Platz vor München mit 2,53 Milliarden (+ 14 Prozent) und Berlin mit 2,32 Milliarden Euro (+ 33 Prozent).

In Hamburg erhöhte sich das Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls um rund 33 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro. Am Düsseldorfer Markt wurde mit einem aktuellen Volumen von 1,29 Milliarden Euro eine Steigerung von 145 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum registriert.

US-Investoren am stärksten vertreten

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierten inländische Investoren ihre Aktivität auf Käuferseite leicht. Zeichneten nationale Akteure im Vorjahreszeitraum noch für 70 Prozent der Investments verantwortlich, so waren es in den vergangenen neun Monaten 68 Prozent. In den fünf Top-Standorten sank ihr Anteil von 78 Prozent in den ersten drei Quartalen 2012 auf nunmehr 74 Prozent.

Ausländische Investoren legten rund 6,0 Milliarden Euro in deutschen Gewerbeimmobilien an. Überwiegend stammte das Geld aus den USA (9 %), Kanada und Großbritannien (jeweils 4 %), gefolgt von Investoren aus Israel und Südkorea.

Nachfrage nach Logistik- und Industrieimmobilien steigt um 34 Prozent an

Mit einem Investitionsvolumen von knapp 8,3 Milliarden Euro oder 44 Prozent des Gesamtvolumens waren Büroimmobilien die dominierende Nutzungsart. Im Vorjahreszeitraum wurden in diese Assetklasse 6,5 Milliarden Euro und somit ebenfalls 44 Prozent des damaligen Transaktionsvolumens investiert. Auf Einzelhandelsimmobilien entfiel mit 6,0 Milliarden Euro oder 32 Prozent des Transaktionsvolumens ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum, in dem knapp 4,8 Milliarden Euro investiert wurden.

Im Segment der Logistik- und Industrieimmobilien stieg das Transaktionsvolumen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich um 34 Prozent auf aktuell 1,7 Milliarden Euro an. Vor allem institutionelle Investoren widmen sich zunehmend dieser Assetklasse. Das hohe Investoreninteresse spiegelt sich in einem höheren Anteil am Gesamtvolumen wider, der auf neun Prozent gestiegen ist.

75 Prozent mehr Investments in Hotelimmobilien

Ebenfalls deutlich mehr wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Hotelimmobilien investiert. Mit insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro wurde das Vorjahresergebnis um 75 Prozent übertroffen und beschert dem Hotelsegment damit aktuell einen Anteil am gesamten Transaktionsvolumen von sechs Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote noch 4,4 Prozent.

Auf sonstige Nutzungsarten entfielen ebenfalls knapp sechs Prozent des Investmentvolumens, darunter vermehrt Sozialimmobilien wie Pflegeheime, Kliniken und Ärztehäuser. In Entwicklungsgrundstücke mit künftiger gewerblicher Nutzung wurden darüber hinaus rund 721 Millionen Euro oder vier Prozent des Gesamtvolumens investiert.

Offene Immobilien- und Spezialfonds aktivste Käufergruppe

Mit 4,4 Milliarden Euro oder 24 Prozent des Gesamtvolumens stellten offene Immobilien- und Spezialfonds die stärkste Käufergruppe der vergangenen neun Monate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelten sie beinahe ihre Investitionen. An zweiter Stelle standen Versicherungen und Pensionskassen, die mit drei Milliarden Euro rund 16 Prozent des Gesamtvolumens und 115 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum investierten. Privatinvestoren mit 2,7 Milliarden oder 14 Prozent, rund einem Drittel mehr als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres, folgten an dritter Stelle.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien

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