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Gewerbemieten an B-Standorten steigen um 1,7 Prozent

Bonn ist von den untersuchten B-Standorten am teuersten
Bild: Egbert Herold ⁄

Die durchschnittlichen Angebotsmieten lagen im zweiten Quartal 2014 an den B-Standorten zwischen 6,55 Euro pro Quadratmeter in Leipzig und 9,84 Euro in Bonn. Im Durchschnitt erreichen sie 7,99 Euro, was einem Anstieg um 1,7 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2013 (7,86 Euro) entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Corpus Sireo und Empirica.

Corpus Sireo untersucht mit der Studie "Germany 21 – Regionaler Büromarktindex" die deutschen Top-7-Städte (Frankfurt am Main, Hamburg, München, Köln, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart) sowie 14 regionale Städte (Aachen, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Essen, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Mainz, Mannheim, Münster, Nürnberg, Wiesbaden). In der aktuellen Ausgabe ist Wiesbaden Fokusstadt der Erhebung.

An den Top-7-Standorten bewegen sich die Durchschnittsmieten zwischen 10,59 Euro in Köln und 15,22 Euro in München. Mit einem Durchschnittswert von 12,78 Euro verharren sie damit auf dem Niveau des vierten Quartals 2013 (12,80 Euro).

Bei den Altersklassen der Gebäude an B-Standorten bleiben erwartungsgemäß Altbauten (Baujahr vor 1945) sowie moderne Neubauten (Baualter unter drei Jahren) auf den Spitzenplätzen. Die Durchschnittsmiete für aktuelle Neubauten lag im zweiten Quartal 2014 bei 12,20 Euro pro Quadratmeter. Büroobjekte der 1970er und -80er Jahre bleiben von der positiven Marktentwicklung weitgehend abgekoppelt. Objekte dieser Baualtersklasse gehören in der Regel zum niedrigpreisigen Marktsegment.

Fokusstadt Wiesbaden

Der Büromarkt in Wiesbaden hat mit 2,8 Millionen Quadratmetern eine mittlere Größe. Preislich gehört die Landeshauptstadt Hessens zur Spitzengruppe, mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 9,70 Euro und einer Spitzenmiete von 13,80 Euro pro Quadratmeter. Der Leerstand in Wiesbaden beläuft sich auf etwa sechs Prozent.

Geprägt von Verwaltung und Versicherungskonzernen ist der Büromarkt stabil und wenig dynamisch. Neben der kleinteiligen Innenstadt sind vor allem die Mainzer Landstraße und die Abraham-Lincoln-Straße Entwicklungsschwerpunkte des Wiesbadener Büromarktes. So werden aktuell in der Mainzer Landstraße, dem Korridor zwischen Innenstadt und Autobahnanschluss, vier Neubauten realisiert.

Am durch Versicherungskonzerne dominierten Standort Abraham-Lincoln-Straße wurden weitere Projektentwicklungen angestoßen. Mit Fertigstellung dieser Projekte dürfte ein neuerlicher Anstieg der Spitzenmiete in Wiesbaden sowie ein wachsender Leerstand in älteren Objekten einhergehen. In Zukunft wird erwartet, dass auch in Wiesbaden Bürogebäude aus den 1970er und -80er Jahren revitalisiert oder zunehmend zu Wohnhäusern umgebaut werden.

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