19.09.2014 | IREBS-Studie

Finanzierungsbereitschaft für Gewerbeimmobilien wächst wieder

Die Finanzierungsbereitschaft der Institute wächst wieder
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Portfolio der Gewerbeimmobilien in Deutschland verzeichnete im Jahr 2013 erstmals wieder ein Wachstum von 0,8 Prozent seit der Finanzkrise. Das ist ein Ergebnis der Studie "German Debt Project" der International Real Estate Business School (IREBS) und des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Für 2015 erwarten 72 Prozent der 32 befragten Finanzierungsinstitute Bestandserhöhungen.

"Diese Studie ist wichtig, um den Markt der gewerblichen Immobilienfinanzierung besser zu verstehen“, so Jan Bettink, Vize-Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), Vorstand der Berlin Hyp AG und Präsident des vdp.

Für das Jahr 2015 erwarten 72 Prozent der 32 befragten Finanzierungsinstitute Bestandserhöhungen und 32 Prozent sogar um mehr als fünf Prozent. Im gewichteten Mittel rechnen die Institute mit einem Bestandswachstum in Höhe von 2,6 Prozent für das Jahr 2014 sowie mit mehr als drei Prozent Wachstum für die beiden Folgejahre.

Die Finanzierungsbereitschaft von A-Lagen in B-Städten sowie die Finanzierung von B-Lagen in A-Städten ist weiter gestiegen. Darüber hinausgehend zeigt die Studie, dass mittlerweile die wahrgenommene Ablehnungsquote für Objekte in Sekundärlagen von B-Städten deutlich abgenommen hat. Das ist nach Einschätzung der Autoren ein Resultat des steigenden Wettbewerbsdrucks sowie der sinkenden Finanzierungspotenziale in A-Städten. Somit finden Objekte in Deutschland wieder breitflächig ein ausreichendes Finanzierungsangebot.

Die erhöhte Wettbewerbsintensität im Jahresverlauf 2014 wurde häufig unterschätzt – entsprechend erwarten die Institute für das Gesamtjahr 2014 sowie das Folgejahr rückläufige Margen und steigende Beleihungsausläufe. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die beiden wichtigsten Herausforderungen für die Immobilien finanzierenden Institute der stark gestiegenen Wettbewerbsdruck sowie die finanziellen und operativen Belastungen aus den gestiegenen regulatorischen Anforderungen sind. Daraus resultieren steigende Kosten bei schlechteren Margenaussichten.

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