| GdW-Geschäftsklimaindex

Geschäfte auf Mietwohnungsmarkt durch Regulierungswut bedroht

GdW: Vor allem die Regulierungen beim Wohnungsneubau dürfen sich nicht weiter verschlechtern
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Regulierungswut der Politik bedroht die Geschäftslage auf dem Mietwohnungsmarkt. Das zeigt der neue Geschäftsklimaindex des Bundesverbands GdW. Zwar ist der Index ist von 2008 bis 2013 um 7,2 Punkte auf 38,7 Punkte gestiegen, die Wohnungsunternehmen sehen die Zukunft aber wenig optimistisch.

Die Wohnungsunternehmen bewerten zwar ihre derzeitige Geschäftslage überwiegend als gut (77,3 Punkte) – sie blicken aber deutlich weniger optimistisch (5,5 Punkte) in ihre geschäftliche Zukunft.

"Noch ist die Geschäftslage in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stabil", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen. So verzeichnen die rund 3.000 im GdW und seinen Regionalverbänden organisierten Wohnungsunternehmen, die rund ein Drittel des Mietwohnungsmarktes in Deutschland repräsentieren, aktuell beispielsweise eine sinkende Leerstandsquote, die Betriebskosten steigen unterdurchschnittlich, die Zahl der barrierearmen beziehungsweide barrierefreien Wohnungen steigt, die Energieverbräuche sinken und die Investitionen sind stabil.

Die zunehmende Regulierungswut der Politik,, "immer weiter steigende Baukosten, auch durch die angedachte Verschärfung der Energieeinsparverordnung im Neubau, sowie die aktuelle Diskussion um Mietendeckel und Vermögensteuer bremsen die Unternehmer aus", mahnte der GdW-Chef. Die Geschäftserwartungen der Wohnungsunternehmen seien eng an die politischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen gebunden.

"Die Politik muss unbedingt dafür sorgen, dass sich die Rahmenbedingungen insbesondere für den Wohnungsneubau keinesfalls weiter verschlechtern. Enge Regulierungen bedeuten zwangsläufig sinkende Investitionen in Wohnungsneubau und -modernisierung und führen letztendlich zu einer weiteren Verknappung des Wohnungsangebotes in Ballungsräumen und damit zu steigenden Mieten", so Gedaschko.

Um das Geschäftsklima in der Wohnungswirtschaft insbesondere durch ein "Anfeuern" des notwendigen Wohnungsbaus zu verbessern, müsse die Politik weitere Bündnisse für den Wohnungsbau wie beispielsweise in Hamburg schmieden, Entbürokratisierung vorantreiben und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Zusätzlich kann eine Verdopplung der linearen Abschreibung für Abnutzung (AfA) von zwei auf vier Prozent weitere Impulse für den Wohnungsbau setzen.

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