| Initiative Unternehmensimmobilien

Geschäft mit Unternehmensimmobilien steigt im zweiten Halbjahr 2014 um 75 Prozent

Bei den Gesamtinvestments machten Unternehmensimmobilien vier Prozent aus
Bild: Beos AG

Das Transaktions- und Vermietungsgeschäft mit Unternehmensimmobilien in Deutschland lag im zweiten Halbjahr 2014 mit rund 1,62 Milliarden Euro rund 75 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zu diesem Ergebnis kommt ein Marktbericht der Initiative Unternehmensimmobilien.

Insgesamt wurden rund 40,5 Milliarden Euro in Immobilien investiert, davon machten Unternehmensimmobilien rund vier Prozent aus. Alleine das Berliner Immobilienunternehmen Beos hatte im Jahr 2014 etwa 450 Millionen Euro in Unternehmensimmobilien investiert.

Unter den gehandelten Unternehmensimmobilien entfiel 2014 mit mehr als 500 Millionen Euro der größte Umsatz auf die Kategorie Transformationsimmobilien, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allein im zweiten Halbjahr wurden hier fast 343 Millionen Euro registriert.

Auch Gewerbeparks waren begehrt und kamen mit 480 Millionen Euro Investmentumsatz auf ein vergleichbares Ergebnis. Diese Objektkategorie verzeichnete einen Anstieg von 140 Prozent zum Vorjahr.

Das Transaktionsvolumen für Produktionsimmobilien und Lager-/Logistikimmobilien legte um knapp 64 Prozent beziehungsweise rund 125 Prozent zu.

Nachfragedruck lässt Renditeniveaus absinken

Über die analysierten vier Objektkategorien hinweg liegen die Bruttoanfangsrenditen (BAR) mit durchschnittlich 9,6 Prozent nah beieinander. Lager-/Logistikimmobilien erzielen mit durchschnittlich 8,9 Prozent BAR die geringste Rendite, während Gewerbeparks mit 10,6 Prozent noch vergleichsweise günstig gehandelt werden und höhere Renditen versprechen. Bei Gewerbeparks sank die Spitzenrendite bis
auf 5,7 Prozent BAR. Dicht dahinter lag die Kategorie der Transformationsimmobilien mit 5,9 Prozent BAR. Produktions- sowie Lager-/Logistikimmobilien lagen mit 6,5 beziehungsweise 6,7 Prozent Spitzenrendite recht nahe beieinander und wiesen ein insgesamt höheres Niveau auf.

Vermietungsmarkt zieht deutlich an

Nicht nur der Transaktionsmarkt hat im zweiten Halbjahr 2014 noch einmal deutlich angezogen, sondern auch der Vermietungsmarkt. Mit knapp 481.000 Quadratmetern haben die teilnehmenden Unternehmen rund zehn Prozent mehr Fläche vermietet als im vorangegangenen Halbjahr. Im Gesamtjahr 2014 wurde somit ein Flächenumsatz von 920.000 Quadratmetern erreicht.

Die zuletzt hohe Nachfrage auf dem Vermietungsmarkt führt dazu, dass in einigen Segmenten und Regionen verfügbare Flächen bereits knapp werden. Dieser Druck lässt sich an der Entwicklung der Spitzenmieten in der flächengewichteten Auswertung ablesen, die teilweise stark anstiegen. Der stärkste Zuwachs war bei Produktionsflächen zu verzeichnen. Dort setzte sich der Aufwärtstrend mit einer
Spitzenmiete von inzwischen 7,10 Euro pro Quadratmeter fort.

Einen ähnlich starken Anstieg verzeichneten die Spitzenmieten für Lager- und kleinteilige Logistikflächen. Hier werden bis zu 12,50 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

Der Initiative Unternehmensimmobilien gehören derzeit die elf wichtigsten Akteure (ATOS, aurelis, Beos, Corpus Sireo, Garbe, GSG Berlin, Hansteen, Investa, SEGRO, Sirius Facilities, VALAD) auf dem Markt der Unternehmensimmobilien sowie bulwiengesa als Researchpartner an.


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