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Tarifverhandlungen: Gehälter am Bau steigen um bis zu 5,3 Prozent

Die Gehälter am Bau sollen in zwei Stufen steigen: am 1. Mai 2016 und am 1. März 2017
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Gewerkschaft und Arbeitgeber haben in Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe eine Einigung für die 785.000 Beschäftigten erzielt. Das Einkommensplus sieht im Westen 4,6 Prozent und im Osten 5,3 Prozent vor. Das teilen die IG Bauen-Agrar-Umwelt und die Arbeitgeber in Wiesbaden mit.

Die Gehälter sollen in zwei Stufen steigen: am 1. Mai 2016 um 2,4 Prozent und am 1. Mai 2017 um 2,2 Prozent und in den neuen Bundesländern zu denselben Zeitpunkten um 2,9 Prozent und 2,4 Prozent. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 22 Monaten, hieß es. Das Ergebnis sei ein Kompromiss, mit dem es sich keine Seite leicht gemacht hat, erklärte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

Die Gespräche hätten mehrfach vor dem Scheitern gestanden. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber Frank Dupré betonte: "Unsere Mitarbeiter erhalten aufgrund der niedrigen Inflationsrate eine deutliche Reallohnsteigerung und einen angemessenen Anteil an der Branchenentwicklung." Die Lohnangleichung von Ost und West schreite zudem voran.

Auch bei den Arbeitsbedingungen gab es in der vierten Runde nach 14 Stunden am Verhandlungstisch einen Kompromiss. So zahlt künftig bei weit vom Firmensitz entfernten Baustellen der Arbeitgeber die Übernachtung. Zudem gibt es eine Verpflegungspauschale von 24 Euro pro Arbeitstag. Dem Abschluss müssen noch die Gremien der Vertragspartner zustimmen.

Dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zufolge wird die Ausbildungsvergütung nach den Ausbildungsjahren degressiv gestaffelt und zum 1. Juni 2016 und 1. Juni 2017 erhöht. Demzufolge steht das Verhandlungsergebnis unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Gremien der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaft.

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