22.01.2013 | IVD

Freiburger Wohnimmobilien-Preise ziehen in allen Segmenten an

Freiburg fehlt es an Wohnungen: Auch die neuen Flächen in den Westarkaden reichen nicht aus
Bild: Fondshaus Hamburg

Die Nachfrage nach Wohnimmobilen in Freiburg ist groß. Die Folge: Steigende Kauf- und Mietpreise in allen Marktsegmenten. Das ist ein Ergebnis des "CityReport Freiburg 2012/2013" des IVD-Marktforschungsinstituts.

"Baugrundstücke, Eigentumswohnungen sowie Mehrfamilienhäuser gehören zu den gefragtesten Anlageobjekten", sagt Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. Dem gegenüber steht ein sehr geringes Marktangebot in allen Segmenten.

Eine spürbare Entspannung gab es auch durch die zwei neuen großen Wohngebiete Riesenfeld und Vauban nicht. "Auch die angekündigte und teilweise umgesetzte Nachverdichtung in allen Bereichen des Stadtgebietes, konnte die Nachfrage nicht befriedigen", so IVD-Vizepräsident Hugo W. Sprenker.

Aufgrund des ständigen Nachfrageüberhangs kommt es auf dem Freiburger Immobilienmarkt zu kontinuierlichen Preissteigerungen. In 2012 wurden in einigen Bereichen teilweise deutliche Preisanstiege festgestellt. Die wichtigste Ursache dafür ist die Angebotsknappheit in nahezu allen Marktsegmenten.

Das Angebot an Mehrfamilienhäusern ist gering und befindet sich in strukturierten, nachhaltigen und langfristigen Eigentumsverhältnissen. Auch "auf dem Grundstücksmarkt bleibt das Angebot aufgrund der restriktiven Grundstückssituation deutlich geringer als die Nachfrage", so Kippes weiter. Objekte, die auf den Markt kommen, stammten zumeist aus persönlichen Lebensveränderungen wie Wegzug, Scheidung oder aus Erbschaftsfällen.

Durchschnittlich 464.000 Euro für freistehende Einfamilienhäuser

Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung aus dem Bestand (guter Wohnwert) kostete in Freiburg im Herbst 2012 durchschnittlich 2.420 Euro pro Quadratmeter. Die Veränderung zum Frühjahr 2012 liegt somit bei +2,1 Prozent. Für eine neue Eigentumswohnung mit gutem Wohnwert wurden im Herbst 2012 im Durchschnitt 3.140  Euro pro Quadratmeter bezahlt. Die Veränderung gegenüber dem Frühjahr 2012 beträgt +3,3 Prozent.

Kaufpreise für Reihenmittelhäuser / Bestand liegen aktuell bei durchschnittlich 363.000  Euro pro Objekt, für Doppelhaushälften / Bestand bei 432.000 Euro pro Objekt (guter Wohnwert). Für freistehende Einfamilienhäuser mit gutem Wohnwert werden durchschnittlich 464.000 Euro pro Objekt bezahlt.

Keine Entspannung auf dem Mietmarkt

"Auf dem Mietmarkt hat sich", so Prof Stephan Kippes, "keinerlei Nachfrageentspannung ergeben. Die positive Bevölkerungsentwicklung durch den kontinuierlichen Zuzug in die Stadt sowie die Nachfrage seitens Studenten der Universität und Hochschulen (mehr als 30.000 Studierende) werden diesen Nachfrageüberhang auch zukünftig fortbestehen lassen."

Die Mieten für Altbauwohnungen mit gutem Wohnwert liegen in Freiburg im Durchschnitt bei 8,20  Euro pro Quadratmeter, für Wohnungen aus dem Bestand bei 9,20 Euro pro Quadratmeter und für Neubauwohnungen bei 10,80 Euro pro Quadratmeter.

Für eine Doppelhaushälfte aus dem Bestand werden aktuell durchschnittlich 1.340 Euro pro Objekt und für eine neuerrichtete Doppelhaushälfte 1.460 Euro pro Objekt bezahlt. Die Miete für ein Reihenmittelhaus/Bestand liegt bei 1.140 Euro pro Objekt und für ein Reihenmittelhaus / Neubau bei 1.260 Euro pro Objekt (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen).

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Immobilienpreis

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