24.11.2014 | DG HYP-Studie

Freiburg unter den Spitzenreitern bei Einzelhandelsmieten

Haupteinkaufsstraße "Kajo" in Freiburg
Bild: Michael Bamberger

Die Top-Einkaufslagen der in der DG HYP-Studie betrachteten baden-württembergischen Oberzentren und der Landeshauptstadt Stuttgart verfügen über spürbar gestiegene Mieten. Spitzenreiter beim Mietzuwachs werden demnach 2015 Freiburg und Heidelberg mit einem Anstieg der Einzelhandelsmieten in Top-Lagen von bis zu zwei Prozent sein.

In Karlsruhe und Ulm ist für 2014 mit einem überdurchschnittlichen Mietanstieg von 2,7 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent zu rechnen.

Auch in den untersuchten Landkreisen sind die Aussichten für den Einzelhandel in der kaufkraftstarken Region gut. Trotz zunehmender Verkaufsfläche sind die Mieten seit 2007 insbesondere in den Landkreisen Esslingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis kräftig gestiegen. Nach einer prognostizierten Steigerung für das laufende Jahr von rund zwei Prozent dürften die Einzelhandelsmieten 2015 erneut um rund zwei Prozent zulegen.

Büromieten steigen weiter, aber langsamer

Der Büromarkt zeichnet sich an den untersuchten Standorten durch ein überwiegend hohes Mietniveau infolge spürbar gestiegener Spitzenmieten aus. Die Oberzentren Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm zählen zu den teuersten regionalen Bürostandorten in Deutschland.

In der Landeshauptstadt Stuttgart liegt die Spitzenmiete hingegen auf einem niedrigen Niveau. Angesichts hoher Nachfrage und niedriger Fertigstellungsquote dürfte die Spitzenmiete in Stuttgart 2015 um 1,6 Prozent zulegen. In den Oberzentren liegt der Mietanstieg bei teilweise unter einem Prozent.

In den angrenzenden Landkreisen zeichnet sich der Büromarkt durch stabile Mieten und ein niedriges Leerstandsniveau aus. Diese Entwicklung wird sich 2015 weiter fortsetzen und für Mietsteigerungen um rund ein Prozent sorgen.

In den untersuchten Städten der Metropolregion Rhein-Neckar ist der Spielraum für weitere Mietzuwächse mit maximal 0,5 Prozent begrenzt. In Heidelberg und Mannheim sind derzeit rund 14 Euro pro Quadratmeter in Top-Lagen zu zahlen. Eine Ausweitung der Spitzenmiete ist hier auch für 2015 nicht zu erwarten.

Wachstum der Wohnungsmieten setzt sich fort

Die Wohnungsmieten haben sich in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau entwickelt. In nahezu allen betrachteten Städten liegt das Mietniveau spürbar über dem Durchschnitt deutscher Oberzentren. Die Aufwärtsbewegung der Wohnungsmieten in den untersuchten Großstädten bei um durchschnittlich 1,7 Prozent wird anhalten.

Auch die Landkreise der Region Stuttgart zeichnen sich durch überdurchschnittliche Wohnungsmieten aus. Infolge des moderaten Neubauniveaus wird der Nachfrageüberhang auf dem Wohnungsmarkt der untersuchten Landkreise anhalten und 2015 zu weiter steigenden Mieten von rund zwei Prozent führen. In Heidelberg ist aufgrund des bereits hohen Niveaus mit einem Prozent zu rechnen, in Mannheim und Ludwigshafen dürften die Wohnungsmieten um knapp zwei Prozent zulegen. 

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