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Freiburg ist ein Eldorado für innerstädtischen Einzelhandel

Freiburg zieht Grenzgänger und Touristen an
Bild: Gerd Altmann ⁄

Freiburg im Breisgau gilt laut CBRE-Report als eine der beliebtesten deutschen Einkaufsstädte.

Die hohe Bedeutung als Einzelhandelsstandort und die völlige Abwesenheit von Konkurrenz im näheren Umland wird durch die überdurchschnittlich hohe Zentralitätskennziffer von rund 146 Punkten (Quelle: MB Research) unterstrichen. Die hohe Zentralität gleicht auch die nur durchschnittliche Kaufkraft der Freiburger aus, die mit 99 Punkten (Quelle: MB Research) angegeben wird.

Gleichzeitig entdecken immer mehr Grenztouristen aus der Schweiz und Frankreich Freiburg als Einkaufsziel. Die erstarkte Kaufkraft des Schweizer Frankens führt zu Mitnahmeeffekten in der Freiburger Handelslandschaft. Schon immer attraktiv war Freiburg für französische Besucher aus dem Elsass, die viel Geld in Freiburg ausgeben, weil es in ihrem direkten Umfeld neben Straßburg kaum Alternativen gibt.

Kaiser-Joseph-Straße und Rathausgasse als klassische 1A-Lagen definiert

Als klassische 1A-Lagen definieren die Einzelhandelsexperten von CBRE die Kaiser-Joseph-Straße und die Rathausgasse, die als Fußgängerzonen ausgebildet sind. Insgesamt rangiert die Kaiser-Joseph-Straße in der Gunst der Einzelhändler am höchsten und erzielt auch entsprechende Mietpreise: Das gegenwärtige Mietniveau für kleinere Verkaufsflächen in dieser Lage liegt bei rund 165 Euro pro Quadratmeter monatlich, bei leicht ansteigender Tendenz.

In der Kaiser-Joseph-Straße ist der auch Filialisierungsgrad mit 72 Prozent am höchsten – hier finden sich kaum noch inhabergeführte Geschäfte. Der Sortimentsschwerpunkt liegt auf den Bereichen junge Mode und Schuhe.

Als neue Mieter in der Kaiser-Joseph-Straße präsentiert sich Hallhuber auf ca. 250 Quadratmeter Verkaufsfläche, Rituals und demnächst Scotch & Soda auf rund 190 Quadratmetern Verkaufsfläche. An der Kaiser-Joseph-Straße 192 entsteht ein Neubau, der mehr als 2.000 Quadratmeter moderne Einzelhandelsflächen umfassen wird.

Flächennachfrage in den 1A-lagen weiter steigend

Die Flächennachfrage in den 1A-Lagen übersteigt das Angebot deutlich und sorgt für weiterhin steigende Mieten, die das hohe Umsatzpotenzial für die Einzelhändler vor Ort widerspiegeln.

Dafür sorgt auch, dass die Stadt bislang Center-Entwicklungen in der Peripherie weitgehend verhindert und damit das Zentrum der Stadt gestärkt hat. Auch die existierenden Center Schwarzwald City und Zentrum Oberwiehre (ZO) stellen aufgrund ihrer überschaubaren Flächen keine ernsthafte Konkurrenz für die innerstädtischen Lagen dar. Bei der Genehmigung von zusätzlichen Einzelhandelsflächen hat sich die Stadt bisher auf integrierte Stadteillagen, wie etwa die Westarkaden (Stühlinger/ Mooswald/ Betzenhausen) oder aber den Gare du Nord am ehemaligen Güterbahnhofsgebäude fokussiert, die auf die weitere Entwicklung der Freiburger Innenstadt keine negativen Effekte haben werden.

Schlagworte zum Thema:  Marktanalyse, Einzelhandelsimmobilie

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