08.09.2014 | ImmobilienScout24

Freiburg hat deutschlandweit die meisten barrierefreien Wohnungen

Es muss mehr investiert werden für barrierefreien Zugang
Bild: MEV-Verlag, Germany

Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen wächst. Doch im Jahr 2013 waren nur sechs Prozent der Wohnungen auf die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkung zugeschnitten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von ImmobilienScout24. Im Städtevergleich schneidet Freiburg im Breisgau mit 18 Prozent am besten ab.

Eines der wichtigsten Kriterien für Senioren und Rollstuhlfahrer bei der Wohnungssuche ist ein barrierefreier Zugang. Freiburg im Breisgau, Fulda, Karlsruhe und Donau-Ries bieten prozentual die meisten Wohnungen, die dieses Kriterium erfüllen. Dagegen gibt es in Wesermarsch und Sömmerda kaum Angebote für diese Zielgruppe. Und Hoyerswerda ist Schlusslicht mit einem Anteil von nur 0,4 Prozent

Wenn die Wohnung nicht ebenerdig liegt, sind Fahrstühle ein wichtiges Kriterium. Dabei schneiden die Großstädte wie München und Berlin besonders gut ab, aber auch Freiburg liegt unter den Top 5. Hoyerswerda belegt auch im Fahrstuhl-Ranking den letzten Platz und ist daher für Menschen mit Mobilitätseinschränkung nicht zu empfehlen.

Top 5 Städteranking: Wohnungen mit Merkmal "barrierefrei"

  1. Freiburg im Breisgau 18,3 Prozent
  2. Fulda (Kreis) 16,9 Prozent
  3. Karlsruhe 16,7 Prozent
  4. Schwäbisch Hall (Kreis) 15,9 Prozent
  5. Donau-Ries (Kreis) 15,8 Prozent

Schlusslichter Städteranking: Wohnungen mit Merkmal "barrierefrei"

  • Sömmerda (Kreis) 0,7 Prozent
  • Wesermarsch (Kreis) 0,5 Prozent
  • Hoyerswerda 0,4 Prozent

Eine kürzlich erschienene Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zeigt: Durch den altersgerechten Umbau von Wohnungen könnten jährlich 5,2 Milliarden Euro eingespart werden.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Barrierefreiheit

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