| Regionalverband Frankfurt/RheinMain

Frankfurt: Bis 2030 fehlen 73.000 Wohnungen - die Flächen werden knapp

Bild: Corbis

Laut einer Studie des Regionalverbands Frankfurt/RheinMain wächst die Stadt jährlich um rund 15.000 Einwohner. Bis 2030 könnten demnach 73.000 Wohnungen fehlen, es gibt aber nur Flächenreserven für rund 13.000 Wohnungen. Verbandsdirektor Ludger Stüve spricht sich nun für die Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen aus.

Die Eckdaten der Studie hatten für die gesamte Metropolregion Rhein-Main, ohne Wiesbaden und Darmstadt, bis 2030 einen Bedarf von 184.000 Wohnungen ergeben. Jetzt hat der Verband zusätzlich den jeweiligen Bedarf für die 75 Mitgliedskommunen ermittelt, die insgesamt mehr zwei Millionen Einwohner haben. Rechnerisch sei die Nachfrage durch Reserveflächen, Schließung von Baulücken oder die Aufstockung von Gebäuden zu decken, glaubt Stüve.

Der Bau "bezahlbarer Wohnungen" müsse oberste Priorität haben, verlangt der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann. Er appelliert an die Region, dies als Gemeinschaftsaufgabe zu begreifen.

OB Feldmann: Keine "Betonwüsten" wie in der 60ern und 70ern

Neben weiterer Verdichtung und dem Umbau von Büros müssten auch neue "grüne und urbane" Stadtteile entstehen, die keine «Betonwüsten» wie in den 1960/70er Jahren sein dürften. Das Land solle außerdem einen "Koordinator" zur Steuerung des Wohnungsbaus in der Region ernennen.

Den hohen Wohnungsbedarf in Kommunen wie Groß-Gerau oder Rüsselsheim erklärt der Verband damit, dass dort das Wohnen für Pendler wegen der verkehrstechnischen Anbindung attraktiver sei als etwa im Main-Kinzig-Kreis oder der Wetterau.

Die Studie hat auch die Auswirkungen des Flüchtlingsstroms in der Region miteinbezogen. Deren Anteil an neuen Wohnungen wird aber lediglich auf rund 15 Prozent am Gesamtbedarf geschätzt.

Lesen Sie auch:

Frankfurt: KEG kauft erstes Fondsobjekt

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau

Aktuell

Meistgelesen