08.10.2014 | JLL

Frankfurt könnte bis Ende 2014 Gewerbeimmobilien für fünf Milliarden Euro handeln

Büroimmobilien blieben im Fokus der Investoren
Bild: Siegfried Baier ⁄

Frankfurt am Main setzte im dritten Quartal 2014 Gewerbeimmobilien im Wert von 2,35 Milliarden Euro um und liegt auf Platz vier hinter München, Berlin und Hamburg. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobiliendienstleister JLL. Langfristig übertrifft die Mainmetropole den 5- und 10-Jahresschnitt mit 54 beziehungsweise 33 Prozent jedoch. Bis Ende 2014 könnte die Fünf-Milliarden-Euro-Grenze geknackt werden.

"Auf dem Investmentmarkt in Frankfurt sind in den ersten neun Monaten vier Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich realisiert worden. In der Pipeline sind weitere in dieser Größenordnung", so Christian Kadel, Team Leader Office Investment Frankfurt. Wenn die geplanten Zeitpläne für die Transaktionen eingehalten würden, könnte das Transaktionsvolumen Ende des Jahres über der Fünf-Milliarden-Euro-Marke liegen.

Derzeit zeigt sich beim Blick auf die Top-5-Transaktionen mit 32 Prozent noch ein niedrigerer Anteil am gesamten Volumen als im Vorjahr (H1 2013: 43 Prozent). 22 Prozent entfielen auf Transaktionen bis 20 Millionen Euro, nur in Köln war dieser Anteil höher.

Nach wie vor gering in 2014 bleibt in Frankfurt der Anteil ausländischer Investoren am Transaktionsvolumen. Mit 35 Prozent lag er für den Dreivierteljahreszeitraum deutlich unter dem Frankfurter Durchschnitt der letzten fünf Jahre und notiert auch unter den Big 7 als niedrigster Wert. Sieben der zehn größten Transaktionen gehen auf das Konto von deutschen Investoren.

Allerdings wurde zu Beginn des vierten Quartals der Verkauf des Messeturms bekannt gegeben, Käufer ist ein vom US-Investor Blackstone gemanagter Investmentfonds.

Allerdings wurde zu Beginn des vierten Quartals der Verkauf des Messeturms bekannt gegeben, Käufer ist ein vom US-Investor Blackstone gemanagter Investmentfonds.

Bei allen Investoren im Fokus bleibt die Büroimmobilie. 70 Prozent in Frankfurt sind gleichbedeutend mit dem höchsten Anteil unter den Big 7. Das meiste Kapital ist aber in München in diese Assetklasse geflossen. Der Druck auf die Spitzenrendite hält weiter an, und dies nicht nur im Core Segment, auch in den B-Lagen werden mit 5,4 Prozent vereinzelt wieder Renditen auf Höhe historischer Spitzenrenditen erzielt.

Insbesondere die Anzahl der "Firstmover" im Markt werde zunehmen, Interessenten aus dem Mittleren Osten und Asien hätten Frankfurt vielfach als präferierten Einstieg in den deutschen Immobilienmarkt gewählt.

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