13.06.2013 | Lünendonk-Liste 2013

Facility-Service-Umsatz fällt geringer aus als erwartet

Bilfinger Facility Services: Einziger FS-Dienstleister mit mehr als einer Milliarde Euro Inlandsumsatz
Bild: Bilfinger/Friedrich Stark

Die 25 führenden deutschen Facility-Service (FS)-Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2012 nur um 4,3 Prozent gewachsen. Damit verfehlten sie die im Vorjahr abgegebene Prognose von durchschnittlich 6,3 Prozent deutlich. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Lünendonk-Studie.

Verantwortlich hierfür ist neben dem Preisdruck der Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3,0 Prozent im Jahr 2011 auf 0,7 Prozent in 2012. Hierbei beeinflussten vor allem die Rückgänge in Ausrüstungs- (-4,8 Prozent) und Bauinvestitionen (-1,5 Prozent) das Geschäft der FS-Dienstleister (Quelle: Reuters).

Da die FM-Branche postzyklisch agiert, könnte sich diese Entwicklung auch auf das Geschäftsjahr 2013 auswirken. Stabil erwiesen sich die Umsatzrenditen (Ebitda): Diese lagen 2012 erneut überwiegend zwischen 3,0 und 4,5 Prozent. Die Inlandsumsätze der 25 führenden FS-Anbieter stiegen im Jahr 2012 auf 9,3 Milliarden Euro.

Für 2013 durchschnittliches Wachstum von 5,8 Prozent erwartet

Das erwartete Wachstum soll nun im aktuellen Jahr eintreten: Für 2013 rechnen die Top 25 mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich 5,8 Prozent. Die Gesamtumsätze (einschließlich Auslandsumsätze) der führenden 25 Anbieter erreichten im Jahr 2012 Rekordhöhen: Rund 11,7 Milliarden Euro betrug der kumulierte Umsatz. Davon entfielen etwas mehr als 8,1 Milliarden Euro auf die Top 10.

Die Jahre nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sorgten für einen Rückgang der Übernahmen und Zukäufe. So lag 2011 der Anteil des anorganischen Wachstums mit 15 Prozent erneut unter den Vorjahreswerten (2010: 19 Prozent; 2009: 21 Prozent).

In die umfassende Lünendonk-Studie 2013, die im Juli veröffentlicht wird, sind insgesamt 74 Facility-Service-Unternehmen einbezogen.

Bilfinger Facility Services führt Lünendonk-Liste weiterhin an

Das Frankfurter Unternehmen Bilfinger Facility Services ist der einzige FS-Dienstleister mit mehr als einer Milliarde Euro Inlandsumsatz (1,132 Mrd. Euro). Trotz Umsatzrückgang von 893 auf 872 Millionen Euro bleibt die Strabag Property and Facility Services auf Position zwei. Wisag Facility Service Holding verbesserte sich mit einem Inlandsumsatz von 721 Millionen Euro von Position fünf auf drei.

Dussmann Service Deutschland folgt mit einem Facility-Service-Umsatz von 703 Millionen Euro auf Position vier. Die Compass Group büßte im Vergleich zu 2011 fast 20 Millionen Euro ein und belegt mit 667 Millionen Euro die fünfte Position. Hochtief Solutions konnte hingegen 2012 erneut zulegen und liegt mit 592 Millionen Euro Inlandsumsatz wie im Vorjahr auf Platz sechs.

Die Positionen 7 bis 9 nehmen erneut drei französische Unternehmen ein, jedoch in anderer Reihenfolge: Sodexo liegt ohne Berücksichtigung der hohen Umsätze mit Servicegesellschaften auf Platz sieben (479 Mio. Euro), gefolgt von Vinci. Das in Mannheim ansässige Unternehmen legte um 5,1 Prozent auf 431 Millionen Euro zu und zog an Cofely vorbei (426 Mio. Euro). Mit Gegenbauer komplettiert ein deutsches Unternehmen die Top 10 (418 Mio. Euro, +6,7 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Facility Management, EBITDA

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