02.07.2012 | Colliers International

Büroflächenumsatz in deutschen Top 6 sinkt um neun Prozent

Die Büro-Leerstandsquote ist auf 8,4 Prozent gesunken
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im 1. Halbjahr 2012 wurden laut Colliers International in den sechs Top-Büromärkten Deutschlands (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, München, Stuttgart) rund 1,29 Millionen Quadratmeter Bürofläche umgesetzt. Im Vorjahresvergleich ist das ein Rückgang von neun Prozent.

„Von April bis Juni 2012 wurden zwar mehr Büroflächen umgesetzt als zwischen Januar und März", so Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International, Deutschland. "im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres wirkt sich aber vor allem die geringere Zahl der Abschlüsse über 5.000 Quadratmeter im laufenden Jahr auf das niedrigere Flächenumsatzergebnis aus.“

Der reine Vermietungsumsatz ohne Berücksichtigung der von Eigennutzern (vor-) belegten Büroflächen nahm im Vergleich zum Vorjahr um etwa fünf Prozent ab und lag bei 1,19 Millionen Quadratmetern. Eigennutzer belegten rund 41 Prozent weniger Fläche als noch vor zwölf Monaten und kamen auf etwa 100.000 Quadratmeter Flächenumsatz

Umsatzentwicklung nur in Berlin und Hamburg stabil

Unter den Top 6 erreichten lediglich Berlin mit 286.900 Quadratmetern und Hamburg mit 215.000 Quadratmetern Flächenumsatz Werte knapp auf dem Niveau des Vorjahres. Am deutlichsten bergab ging es beim Umsatzspitzenreiter München, wo mit 320.500 Quadratmetern etwa 17 Prozent weniger Büroflächen angemietet wurden als 2011.

Ebenfalls spürbar rückläufig war der Flächenumsatz in Frankfurt, wo mit 216.100 Quadratmetern rund elf Prozent weniger Büroflächen umgesetzt wurden, und Stuttgart, wo ein Rückgang um knapp zwölf Prozent auf 113.000 Quadratmeter hingenommen werden musste. In Düsseldorf lag der Flächenumsatz bei 137.000 Quadratmetern und damit etwa sieben Prozent unter Vorjahresniveau.

Zu den größten Mietvertragsabschlüssen des laufenden Jahres gehörten unter anderem die Anmietungen des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin mit 16.700 Quadratmetern, der SEB in Frankfurt mit insgesamt zirka 13.600 Quadratmetern sowie der Union Investment Asset Management ebenfalls in Frankfurt mit insgesamt 12.700 Quadratmetern.

Weitere Entspannung beim Büroflächenleerstand

Der bereits seit einigen Quartalen anhaltende Trend der rückläufigen Leerstandszahlen hält an. „Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres stehen mit rund 6,7 Millionen Quadratmetern aktuell über eine Million Quadratmeter weniger Bürofläche leer“, betont Trumpp. Damit sank die Leerstandsquote von 9,7 Prozent Ende des zweiten Quartals 2011 auf 8,4 Prozent.

Die geringsten Leerstandsquoten sind in Stuttgart mit 5,3 Prozent und in München mit 6,4 Prozent zu finden. Aber auch in Frankfurt und Düsseldorf, wo die Leerstandsquoten mit 14,7 Prozent beziehungsweise 10,5 Prozent derzeit am höchsten sind, wurden die Leerstände im Vergleich zum Vorjahr spürbar abgebaut.

Frankfurter Spitzenmieten lassen nach

Während in Düsseldorf (+9 %) und Stuttgart (+8 %) im Jahresvergleich die höchsten Steigerungsraten verzeichnen wurden und aktuell 25,00 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 20,00 Euro pro Quadratmeter erreicht werden, fielen die Steigerungsraten in München mit knapp vier Prozent auf 30,10 Euro pro Quadratmeter und Hamburg 24,00 Euro pro Quadratmeter mit zwei Prozent etwas geringer aus. Die Spitzenmiete in Berlin entspricht mit 22,00 Euro pro Quadratmeter der des Vorjahres.

Federn lassen musste Frankfurt: Dort lag die Spitzenmiete Ende des zweiten Quartals 2012 mit 33,00 Euro pro Quadratmeter um zwölf Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Schlagworte zum Thema:  Büromiete, Vermietung, Leerstand

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