| F+B-Wohn-Index

Miet- und Kaufpreise steigen im Jahresvergleich um 3,1 Prozent

München hält sich Jahren auf Rang 1
Bild: F+B

Vom ersten Halbjahr 2013 bis zum ersten Halbjahr 2014 stiegen die Mieten und Preise in Deutschland um 3,1 Prozent. Das zeigt der F+B-Wohn-Index Deutschland. Preise von Eigentumswohnungen wuchsen dabei fast fünfmal so stark wie Neuvermietungsmieten. Erhebliche Preissteigerungen gab es nur in den Millionenstädten.

Im Jahresvergleich stiegen die Mieten um 1,2 Prozent bei Neuvermietung und um 0,9 Prozent in bestehenden Verträgen. Die Preise für Einfamilienhäuser haben dagegen ein um 2,9 Prozent und für Eigentumswohnungen um 4,3 Prozent höheres Niveau als noch vor einem Jahr. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in den Millionenstädten Berlin, Hamburg und München bereits 2013 erheblich an. Deutlich geringer fällt der Anstieg in Köln aus.

Während sich die Preise von Eigentumswohnungen in den Millionenstädten seit 2004 im Durchschnitt um knapp 48 Prozent erhöht haben, lag der Anstieg in den kleineren Städten durchschnittlich zwischen elf und 22 Prozent. Die Durchschnittspreise in den vier Metropolen haben sich von knapp 2.000 Euro pro Quadratmeter im Jahre 2004 auf 2.875 Euro pro Quadratmeter erhöht, in den übrigen Städtegrößenklassen rangieren sie zur Jahresmitte 2014 im Durchschnitt zwischen 1.600 und 2.050 Euro pro Quadratmeter und haben sich seit 2004 deutlich weniger verändert.

Im zweiten Quartal 2014 musste für eine Eigentumswohnung in München rund 4.800 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden, 54,3 Prozent mehr als noch im Jahr 2009. In Hamburg und Berlin nahmen die Preise für Eigentumswohnungen ebenfalls deutlich zu, in Hamburg um 46,5 Prozent und in Berlin um 42,2 Prozent. In Köln haben sich mit knapp 28 Prozent nicht ganz so starke Preisveränderungen ergeben. Der Eigentumspreis für Wohnungen liegt in Berlin mit rd. 2.100 Euro pro Quadratmeter jedoch nach wie vor deutlich unter denen in München, Hamburg (3.150 €/m²) und auch in Köln (2.430 €/m²).

Erheblich schwächer fielen die Preissteigerungen mit rund 26 Prozent seit 2009 in den Großstädten mit 500.000 bis einer Millionen Einwohnern aus. Düsseldorf liegt mit 31,8 Prozent über den Entwicklungen dieser Städte, Frankfurt und Dresden sortieren sich mit 26 Prozent beim Mittelwert ein.

Kaum Bewegung in Top 10

Sowohl bei den Eigentumswohnungspreisen als auch bei den Neuvermietungsmieten gibt es kaum Bewegung in den Rangplätzen. Die höchsten Eigentumswohnungspreise sind seit langem in München (Rang 1) und in einer Reihe von Gemeinden des Münchener Umlandes aufzubringen. Eigentumswohnungen in der bayrischen Landeshauptstadt kosten im Schnitt 4.800 Euro pro Quadratmeter, immerhin noch 3.100 bis 3.700 Euro pro Quadratmeter in den begehrten Umlandgemeinden wie Garmisch-Partenkirchen, Fürstenfeldbruck oder Erding.

Auch in Baden-Württemberg werden mit durchschnittlich 3.300 Euro pro Quadratmeter in Freiburg im Breisgau (Rang 5) und 3.280 Euro pro Quadratmeter in Konstanz (Rang 7) bundesweite Spitzenpreise erzielt. ImmobilienScout24 hatte erst kürzlich vor einer drohenden Überhitzung gesprochen. Erst auf den Plätzen 11 und 15 folgen die Metropolen Hamburg (3.150 €/m²) und Frankfurt (2.900 €/m²), auf Platz 18 erscheint Stuttgart (2.800 €/m²), Düsseldorf (2.610 €/m²) erst auf Platz 23 und Köln (2.430 €/m²) belegt den Rangplatz 40. Die Eigentumswohnungspreise in Berlin sind mit durchschnittlich 2.090 Euro pro Quadratmeter nach wie vor sehr moderat. Die Hauptstadt erreicht damit gerade einmal Platz 102 der Top 500-Städte in Deutschland.

Bei den Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr liegt Berlin allerdings mit 8,1 Prozent deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt (5,2 Prozent). In München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf sind zwischen 3,5 und 7 Prozent mehr für Eigentumswohnungen zu kalkulieren als noch vor einem Jahr.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Mietpreis

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