| FAP Mezzanine Report

Immobilienfinanzierung: Risikobereitschaft der Kapitalgeber steigt

Der Anteil risikofreudiger Investoren ist gestiegen.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Kapitalgeber sind bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland wieder deutlich risikofreudiger. Projektentwicklungen kommen inzwischen schon mit einer Eigenkapitalquote von zwei von sieben Prozent aus. Bis zu einem Auslauf (LTC) von 93 bis 98 Prozent der Gesamtinvestitionskosten wird in der Spitze über Nachrangkapital finanziert. Das geht aus dem aktuellen FAP Mezzanine Report hervor.

Demnach erfuhr das ausgereichte Nachrangkapital mit 1,4 Milliarden Euro in den vergangenen zwölf Monaten eine Steigerung von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Es wurden damit rund 7,4 Milliarden Euro Marktwertvolumen realisiert, was einer Steigerung von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Im Bestand würden bis zu 85 Prozent des Marktwerts von der Mehrheit der Kapitalgeber als übliche Beleihungsobergrenze gesehen, heißt es in dem Report. Der Anteil risikofreudiger Investoren, die über 90 Prozent LTV finanzieren, sei angestiegen.

Verzinsungen fallen auf 9,3 Prozent

Die Verzinsungserwartung der Kapitalgeber in der Bestandsfinanzierung liegt laut FAP Mezzanine Report zwischen acht und zwölf Prozent IRR, erreicht würden im Schnitt 9,3 Prozent. Die erreichte Verzinsung ist demnach im Vorjahresvergleich um mehr als ein Prozent nominal gesunken. Bei Projektentwicklungen werden dem Report zufolge zwölf bis 18 Prozent IRR erwartet, erreicht würden durchschnittlich 14 Prozent.

Das Neugeschäft 2015 lag laut einer Studie der International Real Estate Business School (Irebs) mit knapp 20 Prozent mehr als doppelt so hoch wie 2014.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfinanzierung, Projektentwicklung

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