07.10.2014 | FAP

50 Prozent der Kreditanträge inhaltlich mangelhaft

Die Anforderungen an den Kreditnehmer sind gestiegen
Bild: Tony Hegewald ⁄

Bei vielen Projektentwicklern und Bauträgern scheitern geplante Immobilienprojekte an den Kreditanträgen: Bis zu 50 Prozent der Anträge sind inhaltlich mangelhaft aufbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Flatow Advisory Partners (FAP) in einer Analyse. Laut FAP kommen so Immobilienentwicklungen beziehungsweise Transaktionen in Milliardenhöhe nicht zustande.

Die Anforderungen seitens der Finanzierer an die Dokumentation sind stark gestiegen, was die Kreditnehmer vor deutlich umfangreichere Informationspflichten stellt. Der Aufwand zur Vorbereitung einer professionellen und damit erfolgreichen Beantragung ist um ein Vielfaches höher geworden.

"Viele kleinere Immobilienunternehmen, Projektentwickler und Bauträger scheinen schon mit den Formalien oder notwendigen Grundinformationsbedürfnissen überfordert zu sein", sagte Curth-C. Flatow, Gründer und Geschäftsführer von FAP, anlässlich der Expo Real.

Ein mindestens in groben Zügen formulierter Businessplan oder eine Cashflow-Planung über die Laufzeit des Vorhabens gehöre in jeden Antrag. Der Kapitalsuchende sollte dazu echtes eigenes Kapital zumindest anteilig über die Laufzeit im Projekt gebunden haben, welches nicht durch eigene Gebühren wieder herausgezogen wird. Häufig mangele es an diesem Punkt und die Banken oder alternativen Finanzierer lehnen eine Kreditvergabe ab, so Flatow.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienkredit

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