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Einzelhandelsinvestments in den Top-5-Städten legen deutlich zu

Hamburger Einzelhandel: Einzige Top-5-Stadt, die einen Rückgang verzeichnet
Bild: jan37k ⁄

Im 1. Quartal 2013 wurden CBRE zufolge knapp 2,1 Milliarden Euro in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert. Das sind 43 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Steigerung des Investmentgeschehens ist räumlich auf die Top-Standorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München begrenzt. Insgesamt stieg das Transaktionsvolumen in den Top 5 um 195 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf knapp 1,1 Milliarden Euro an, während in Standorten außerhalb der Investmentzentren ein Rückgang um zehn Prozent registriert wurde.

Der Anteil der Paketverkäufe blieb gegenüber dem Jahresbeginn 2012 relativ konstant. Rund 26 Prozent des Gesamtvolumens wurde im Rahmen von Portfoliotransaktionen investiert.

Einzelhandelsimmobilien in 1A-Lagen stärkste Anlageklasse

Investments in High Street-Objekte dominierten das Jahresauftaktquartal: Mit rund 1,4 Milliarden Euro wurden knapp 70 Prozent aller Einzelhandelsinvestments in dieser Assetklasse getätigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Steigerung des Investmentvolumens um 312 Prozent.

Deutlicher Rückgang bei Shopping-Centern

Die größte Einzeltransaktion in diesem Segment war der Erwerb des Düsseldorfer Projektes Kö-Bogen durch Art-Invest Real Estate Funds GmbH, gefolgt von zwei Käufen der IVG Institutional Funds GmbH in Frankfurt und Berlin. Die zweitstärkste Assetklasse waren Fachmärkte und Fachmarktzentren, auf die mit mehr als 456 Millionen Euro rund ein Fünftel aller Investments entfielen.

Die im Vorjahresquartal noch am stärksten gehandelten Shopping-Center verzeichneten einen deutlich Rückgang des investierten Volumens um 69 Prozent auf 163 Millionen Euro. Dieser deutliche Rückgang liegt überwiegend in dem knappen Angebot an geeigneten Assets begründet.

Offene Immobilien- und Spezialfonds stärkste Anlegergruppe

Mit 677 Millionen Euro hatten offene Immobilien- und Spezialfonds den größten Anteil an den Investments des ersten Quartals. An zweiter Stelle standen Versicherungen und Pensionsfonds, die ein Fünftel des Gesamtvolumens investierten. Asset- und Fondsmanager erreichten mit Investments von rund 300 Millionen Euro einen Anteil von 14 Prozent am Transaktionsvolumen.

Auf Verkäuferseite dominierten Projektentwickler und Bauträger das Marktgeschehen. Sie verkauften Einzelhandelsobjekte im Wert von knapp 1,1 Milliarden Euro, was einem Anteil von knapp 52 Prozent des Gesamtvolumens entspricht. Asset- und Fondsmanager erlösten 329 Millionen Euro (16 Prozent), gefolgt von Privatinvestoren, die sich von Objekten im Wert von 221 Millionen Euro (11 Prozent) trennten.

Spitzenrenditen in allen Assetklassen stabil

Durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Core-Immobilien in den verschiedenen Assetklassen blieben die Spitzenrenditen gegenüber dem Jahresende 2012 durchweg stabil. Für Geschäftshäuser in besten Innenstadtlagen liegen die Spitzenrenditen in Düsseldorf und Frankfurt somit weiterhin bei 4,40 Prozent, in Hamburg und München ebenfalls bei 4,30 Prozent. In Berlin liegt die Spitzenrendite bei derzeit 4,50 Prozent. Auch bei erstklassigen Shopping-Centern werden weiterhin 4,75 Prozent erzielt, für Fachmärkte und Fachmarktzentren bei 7,00 beziehungsweise 6,00 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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