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Europäische Gewerbeimmobilien verlieren an Attraktivität

DTZ: Anziehende Anleiherenditen werden Immobilien weniger attraktiv machen
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Fair-Value-Index von DTZ ist 2013 zwar nur leicht von 74 auf 72 Zähler gefallen, das Unternehmen erwartet jedoch in den kommenden zwei Jahren einen Rückgang des Gesamtindex auf 50 Punkte. 

Während Einzelhandel und Industrie/Logistik mit einem Indexwert von 84 und 88 Zählern gut dastehen, sind Büroimmobilien (55) bereits jetzt nur noch bedingt attraktiv.

Die Einzelindizes des Fair Value für Büro-, Handels- und Industrieimmobilien haben sich im Jahresverlauf auseinander entwickelt und lassen vermuten, dass Investoren einen differenzierteren Ansatz bei der Allokation nach Immobilienart verfolgen müssen. Aktuell sind Industrieimmobilien der attraktivste Sektor.

Nach Ansicht des Immobiliendienstleisters DTZ werden europäische Immobilien in den kommenden zwei Jahren weiter an Attraktivität verlieren. Grund dafür ist, dass die Anleiherenditen anziehen werden und Immobilien weniger attraktiv machen. Insofern ist damit zu rechnen, dass der Fair Value Indexwert für Europa bis Ende 2015 auf 50 sinken wird.

Sechs europäische Märkte wurden im vierten Quartal aufgewertet, und diese befinden sich durchweg in Spanien oder Italien. Aufgrund sinkender Anleiherenditen wurden die Renditevorgaben in diesen Ländern zurückgenommen, während sich leicht aufgehellte Konjunkturaussichten in höheren Ertragserwartungen niederschlugen. Die günstige Konstellation lässt diese Märkte aus Anlegersicht attraktiver erscheinen. Dessen ungeachtet sind in beiden Ländern nach wie vor bestimmte Risiken zu beachten, etwa die Arbeitslosenquote von 25 Prozent in Spanien und die schwache Binnennachfrage in Italien.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien

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