Bei Berücksichtigung aller Risiken werden neben Spanien, den Niederlanden und Schweden in den kommenden zwei Jahren die deutschen Top-7-Standorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart die attraktivsten Investment-Returns bieten. Das prognostiziert die Deutsche Asset Management. Allerdings nähern sich einige dieser Märkte ihrem zyklischen Höchststand. Die Zeichen deuten schon 2017 auf eine moderatere Entwicklung hin.

Während in den vergangenen Jahren die sinkende Ankaufsrendite der wichtigste Treiber der hohen Investment-Returns war, nehmen laut Deutsche Asset Management künftig die Entwicklungen der Mietmärkte diese Rolle ein. Der Vermögensverwalter empfiehlt, bei Investitionen den Fokus auf Angebot und Nachfrage sowie Lage und Objekt zu legen.

Vermietungsmärkte entwickeln sich weiter positiv

Die europäischen Vermietungsmärkte entwickeln sich der Deutschen Asset Management zufolge weiterhin positiv, vor allem das Logistiksegment dürfte europaweit von einer steigenden Nachfrage profitieren. In Deutschland geht der Vermögensverwalter zunächst von einer ausgeglichenen Performance und einem Anziehen der Dynamik aus. Der Trend: Die Performance wird eher durchschnittlich und die Dynamik lässt nach.

Im Bürosegment erwartet die Deutsche Asset Management in den untersuchten europäischen Märkten ein Anziehen der Projektentwicklungspipeline und eine Marktabkühlung. Dabei werde das Mietwachstum grundsätzlich positiv bleiben. In Deutschland werde die Performance in den kommenden zwei bis fünf Jahren stark sein. Der Vermögensverwalter rät daher, an den Top-7-Standorten die Allokation zu erhöhen. Trend: Die Dynamik an den deutschen Top-Büromärkten (und bei Shopping-Centern) bleibt stark bis 2019, danach sinkt die Dynamik und es wird zu selektiven Investments geraten.

Für Großbritannien wird trotz kurzfristiger Nachfragerückgänge infolge des Brexit zum Ende der Dekade ein positiver Effekt aus rückläufigen Projektentwicklungen prognostiziert.

Beste Anlagemöglichkeiten in den Niederlanden und Frankreich

Die besten Anlagemöglichkeiten sieht die Deutsche Asset Management in den Niederlanden, ausgewählten französischen Standorten und Finnland sowie mit einem Zeitverzug von zwölf Monaten in Großbritannien, nachdem dort Preiskorrekturen erfolgt sind.

Dabei rät die Deutsche Asset Management zu selektiven Investitionen an Standorten, die von langfristigen Trends profitieren. Investitionsentscheidungen müssten dabei auf soliden Marktentwicklungen beruhen und nicht allein aufgrund höherer Anfangsrenditen erfolgen.

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