| Euler Hermes Studie

Baubranche: Plus 3,5 Prozent in diesem Jahr, plus 5,3 Prozent 2015

Die Baubranche boomt. Allerdings könnte sich dies durch die geplante Mietpreisbremse ändern, heißt es in der Studie.
Bild: schubalu ⁄

Für die deutsche Baubranche geht es aufwärts. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Kreditversicherers Euler Hermes. Die Ökonomen prognostizieren im Jahr 2014 einen Zuwachs von 3,5 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 285 Milliarden Euro und für 2015 sogar ein Plus von 5,3 Prozent.

Das Baugewerbe in Deutschland boomt – entgegen dem allgemeinen Trend in Europa“, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. Das Wachstum resultierte dabei fast ausschließlich aus dem Segment der privaten „Häuslebauer“. Öffentliche Investitionen hinkten derweil stark hinterher. Den Bauunternehmen machten jedoch die steigenden Material- und Energiepreise zu schaffen, die zu relativ geringen Gewinnmargen von rund sechs Prozent führten, heißt es weiter. Auch verzeichnete das Baugewerbe mit 4.131 Fällen im vergangenen Jahr mit rund 4.800 Fällen die zweitmeisten Insolvenzen in Deutschland. Der Trend sei jedoch rückläufig.

Risiko: Mietpreisbremse

Das größte Risiko für das künftige Wachstum der deutschen Bauindustrie ist laut der Studie neben einer Immobilienblase die von der Koalition diskutierte Mietpreisbremse. In Frankreich habe letztere zu einem erheblichen Einbruch in der Bauwirtschaft geführt: Im zweiten Quartal 2014 lag die Zahl der neuen Bauprojekte in Frankreich 19 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch bei den Baugenehmigungen verzeichneten die Franzosen mit minus 13 Prozent einen deutlichen Rückgang.

Schlagworte zum Thema:  Bauen, Studie

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