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Immobilienkosten teilweise um ein Viertel zu hoch

Die Branchen Transport und Logistik könnten erhebliche Immobilienkosten einsparen
Bild: Marcus Walter ⁄

Viele DAX- und MDAX-Unternehmen lassen erhebliche Einsparpotenziale liegen: So könnten etwa die Branchen Transport und Logistik auf mehr als 25 Prozent der Flächen verzichten und einen erheblichen Anteil der immobilienbezogenen Kosten einsparen. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage der Ernst & Young (EY) Real Estate GmbH.

"Einige Unternehmen haben ihre immobilienbezogenen Kosten in den letzten Jahren signifikant senken können, andere Gesellschaften, etwa aus dem Bereich Transport und Logistik, sehen weiterhin enorme Einsparpotenziale", sagt Dietmar Fischer. Er ist Partner bei der Ernst & Young Real Estate GmbH.

Transport und Logistik lägen mit einem Flächeneinspar- und Kostensenkungspotenzial von jeweils mehr als 25 Prozent deutlich vor anderen Branchen wie IT/Telekommunikation oder Finanz- und Versicherungsdienstleistern. Unternehmen aus der Automobilbranche kommen immerhin noch auf rund 15 Prozent. Vergleichsweise wenig Potenzial haben Handelsunternehmen. "Sie können nach eigenen Angaben gar nicht oder lediglich auf marginale Anteile ihrer Flächen verzichten. Dennoch wurden auch von diesen Gesellschaften Kostensenkungspotenziale identifiziert", so Fischer.

Kaum Sale-and-Lease-Back

Das Überprüfen des Flächenbedarfs und das Identifizieren nicht mehr notwendiger Flächen sei eine Maßnahme, die im Management betrieblich genutzter Immobilien mittlerweile Standard sei. "Acht von zehn Befragten stellen ihren Flächenbedarf regelmäßig zur Disposition", sagt Fischer. Keine andere Maßnahme aus dem sogenannten Corporate Real Estate Management (CREM), also dem Management der Flächen durch die jeweiligen Nutzer, sei häufiger genannt worden.

Selten hingegen seien Maßnahmen wie das sogenannte Sale-and-Lease-Back. "Dabei handelt es sich um den Verkauf eigener Flächen bei gleichzeitigem Abschluss eines Mietvertrags. Das Unternehmen wird Mieter statt Eigentümer." Der Vorteil liege unter anderem in einer Erhöhung der Liquidität. Dennoch hätten nur rund ein Drittel der befragten Unternehmen bereits Sale-and-Lease-Back-Transaktionen ausgeführt.

Zielerreichung im CREM
Die Tatsache, dass ein umfassendes CREM nachhaltig zum Unternehmenserfolg beiträgt, wird von nahezu allen Unternehmen bestätigt. Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen bestätigen, dass das Thema CREM zwar in den deutschen Unternehmen angekommen ist, in der Praxis jedoch häufig unzureichend umgesetzt wird. Punktuelle Aspekte des CREM scheinen zu dominieren. Ein wesentliches Ziel sei meist, mit dem CREM das jeweilige Kerngeschäft zu unterstützen, damit Flächen optimal für ihren jeweiligen Zweck genutzt werden können.

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