| Engel & Völkers

Prognose: Immobilienumsatz steigt 2016 auf bis zu 16,3 Milliarden Euro

Für Berlin prognostiziert Engel & Völkers für 2016 bis zu 4,8 Millionen Euro Umsatz mit Anlageimmobilien
Bild: Corbis

Wohn- und Geschäftshäuser werden auch 2016 gut gehandelt: Engel & Völkers Commercial prognostiziert für 48 untersuchte Städte einen Gesamtumsatz zwischen 14,3 und 16,3 Milliarden Euro. 2015 lag der Umsatz bei rund 15,2 Milliarden Euro, was bereits ein Plus von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr war. Dabei legte Hamburg mit knapp 51,7 Prozent am stärksten zu, während das Transaktionsvolumen in Düsseldorf nur um 1,1 Prozent anstieg.

Berlin dürfte demnach deutlich über die Vier-Milliarden-Euro-Marke klettern. Die Hauptstadt registrierte 2015 ein Umsatzwachstum von zehn Prozent und lag damit auf dem ersten Rang des Transaktionsrankings von Engel & Völkers Commercial. Die prognostizierten Umsatzzuwächse sind Engel & Völkers zufolge vor allem auf weitere Preissteigerungen zurückzuführen. Allerdings sind die Preise in Berlin nach wie vor moderat, wie etwa der F+B-Wohn-Index zeigt.

Mit einigem Abstand folgen laut Studie Hamburg mit 1,21 Milliarden Euro Transaktionsvolumen sowie München (1,01 Milliarden Euro) und Frankfurt am Main (eine Milliarde Euro).

Dresden und Leipzig unter den Top 10

Für Leipzig und Dresden prognostiziert E&V Commercial ein Umsatzvolumen im Jahr 2016 zwischen 620 bis 700 Millionen Euro. Die beiden B-Städte befinden sich auch unter den Top 10 im Umsatzranking. Dabei erzielte Leipzig mit 779 verkauften Objekten ein Rekordvolumen von 789 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Jahr 2014 von 49,2 Prozent entspricht.

Die Top-Ten im Überblick

  1. Berlin: rund 4,2 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2015 (plus 10,4 Prozent gegenüber 2014) – Prognose für 2016: 4,1 bis 4,8 Millionen Euro
  2. Hamburg: rund 1,2 Millionen Euro (plus 51,7 Prozent)  – Prognose für 2016: 1,2 bis 1,3 Millionen Euro
  3. München: rund eine Million Euro (plus 10,1 Prozent)  – Prognose 800.000 bis rund eine Million Euro
  4. Frankfurt am Main: rund eine Million Euro (plus 28,1 Prozent) – Prognose: 960.000 bis eine Million Euro
  5. Köln: 944.000 Euro (plus 4,7 Prozent) – Prognose: 950.000 bis eine Millionen Euro
  6. Leipzig: 789.000 Euro (plus 49,2 Prozent) – Prognose: 620.000 bis 670.000 Euro
  7. Dresden: 676.000 Euro (plus 12,4 Prozent) – Prognose 650.000 bis 700.000 Euro
  8. Düsseldorf: 546.000 Euro (plus 1,1Prozent) – Prognose: 530.000 bis 570.000 Euro
  9. Hannover: 316.000 Euro (plus 25,9 Prozent) – Prognose: 310.000 bis 340.000 Euro
  10. Bonn: 276.000 Euro (minus 4,5 Prozent) – Prognose: 280.000 bis 300.000 Euro

C-Städte: Kiel mit dem höchsten Umsatzplus

Insgesamt konnten laut Engel & Völkers 30 der 48 untersuchten Standorte ihr Umsatzvolumen zum Vorjahr steigern. Das höchste Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr erzielte Kiel mit einem Plus von 172,4 Prozent. Auch in C-Städten wie Freiburg, Mainz, Regensburg oder Braunschweig stieg das Transaktionsvolumen um mehr als 50 Prozent an. Gleiches gilt für Potsdam. Hier rechnet Engel & Völkers für 2016 mit einem Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro. 2015 stieg das Transaktionsvolumen auf 225 Millionen Euro an (plus 46,4 Prozent).

Überdurchschnittliche Preis- und Mietdynamik in D-Städten

Interessant sind Engel & Völkers zufolge die Entwicklungen der kleinen D-Städte wie Koblenz mit 78 Millionen Euro Transaktionsvolumen, Konstanz mit 68 Millionen Euro oder auch Jena mit 35 Millionen Euro. Diese Städte zeichnen sich der Studie zufolge durch weitere Umsatzsteigerungen von mehr als zehn Prozent aus und weisen zudem überdurchschnittliche Preis- und Mietdynamiken auf.

Schlagworte zum Thema:  Umsatz, Immobilien, Investment, Prognose

Aktuell

Meistgelesen