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Energieverbrauch seit 2008 im Schnitt um rund 1,5 Prozent jährlich gesunken

Sparsameres Heizverhalten bietet Einsparpotenzial
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der witterungsbereinigte Endenergieverbrauch für Raumheizwärme in Mehrfamilienhäusern ist zwischen 2008 und 2014 durchschnittlich um rund 1,5 Prozent pro Jahr gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Energiedienstleisters Techem. Das kann grundsätzlich als Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude gesehen werden, in den Jahren vor 2008 war die Dynamik allerdings deutlich stärker.

Das klimapolitische Ziel, den Wärmebedarf im Gebäudebestand zwischen 2008 und 2020 um 20 Prozent zu reduzieren, sieht Techem insofern nicht zuverlässig in Greifweite. Ein sparsameres Heizverhalten könnte Einsparpotenzial bieten.

Einfluss von Bedarf und Nutzerverhalten

Erstmals wurden im Rahmen der Studie die Unterschiede des Verbrauchs innerhalb ein- und desselben Wohnhauses analysiert. Während der Verbrauch vieler Bewohner nur bei einem Drittel oder weniger des Durchschnitts im Haus liegt, verbrauchen andere das Dreifache und mehr. Das liegt neben nicht beeinflussbaren Faktoren, wie etwa der Lage der Wohnung im Gebäude, an der Intensität der Wohnungsnutzung, dem individuellen Temperaturempfinden und insbesondere dem Lüftungsverhalten.

Modernisierung der Heizungsanlagen

Weiteres Potenzial für die Verbesserung der Energieeffizienz im Bestand der Mehrfamilienhäuser liegt der Studie zufolge in der Modernisierung der Heizungsanlagen. Durch die Erneuerung der Technik oder die Übergabe in professionellen Betrieb seien rund zehn Prozent Effizienzsteigerung möglich sind.

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