29.11.2013 | Techem-Studie

Energiekosten in Mehrfamilienhäusern um bis zu 140 Euro teurer

Bei Haushalten mit Ölheizung kletterten die Kosten um 22 Prozent nach oben
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Energiekosten für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind 2013 deutlich gestiegen. Der Energiedienstleister Techem registrierte Mehrkosten von bis zu 140 Euro für eine Durchschnittswohnung. Bei Haushalten mit Ölheizung kletterten die Kosten um rund 22 Prozent nach oben.

Erdgasversorgte Haushalte mussten rund 9,5 Prozent tiefer in die Tasche greifen, für die Fernwärmeversorgung kamen im Schnitt 10,5 Prozent höhere Kosten zum Tragen.

Laut Techem macht die Studie deutlich, dass die deutschlandweiten Anstrengungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in Immobilien nicht ausreichend Früchte tragen, um die Last steigender Rohstoffpreise aufzufangen. Dies zeige sich vor allem an der Stagnation der witterungsbereinigten Verbräuche: Während diese Verbräuche bis vor wenigen Jahren noch fielen, verharren sie seit dem Jahr 2008 auf beinahe gleichem Niveau.

Große regionale Unterschiede beim Verbrauch

Abhängig von Witterung, Nutzerverhalten und Gebäudesubstanz gibt es auch regional große Unterschiede im Energieverbrauch. Besonders hohe Verbräuche (gemessen an Erdgas in Kilowattstunde pro Quadratmeter) zeigte die Techem Energiekennwerte-Studie für 2012 in Itzehoe, München und Lübeck. Besonders niedrig war der Verbrauch in Hattingen, Eberswalde und Freiburg.

Bemerkenswert sind auch die Unterschiede bei der Veränderung des Energieverbrauchs gegenüber dem Vorjahr. Deutlich mehr verbrauchten die Bewohner von Mehrfamilienhäusern in München, Herford und Heilbronn mit rund zehn Prozent Zuwachs. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Oldenburger sowie die Einwohner von Oberhausen und Hamm mit rund 6,5 bis sieben Prozent niedrigerem Verbrauch.

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