06.05.2016 | Empirica

Wohnungsmarkt: Überhitzung droht vor allem in kleineren Städten

Empirica-Teilindex Wohnungsbaukredite steigt erstmals über "gefahrlos" - zwei Drittel fließen in den Bestand
Bild: Michael Bamberger

Der Preisblasenindex von Empirica steigt gegenüber dem Vorquartal um 0,04 Punkte. Akut ist die Situation damit laut Empirica noch nicht. Für keine der zwölf größten Städte werde eine "hohe" Blasengefahr indiziert. Wohl aber für sechs kleinere Städte, darunter Regensburg, Trier und Coburg. Der Teilindex für Wohnungsbaukredite legte um 0,09 Zähler zu und liegt damit erstmals seit 2004 über dem "gefahrlosen" Referenzwert.

Beruhigend daran ist Empirica zufolge, dass fast zwei Drittel der Finanzierungen in Bestandsobjekte fließen, was bedeutet, dass kein Überangebot da ist. Beunruhigend daran ist, dass der Wohnungsbau im sechsten Jahr der Nachfrage hinterherhinkt.

Die Teilindizes zum Verhältnis "Kaufpreis-Einkommen" und "Vervielfältiger" von Kaufpreis und Mieten stiegen jeweils nur leicht um 0,04 Punkte.

Mäßige bis "eher hohe" Gefahr in Großstädten

Bild: empirica

Bei der regionalen Verteilung errechnet Empirica für 131 der 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland eine mäßige bis hohe Blasengefahr. Im Vorquartal waren es noch sieben weniger.

In den Top-7 Städten und in Bremen wird laut Empirica eine "eher hohe" Blasengefahr indiziert (Vorquartal 7, vor drei Jahren 1). In Essen ist die Gefahr "mäßig hoch", in Dresden "gering", in Dortmund und Leipzig "eher gering".

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsmarkt, Immobilienblase

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