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Mietpreise steigen kaum noch

Die Mieten steigen derzeit nur noch moderat.
Bild: Tim Reckmann ⁄

Nach sieben Jahren mit hohen Zuwächsen steigen die Mieten selbst in den Top-Städten nicht mehr signifikant an, wie der Empirica-Immobilienpreisindex zeigt. Unklar sind noch die Auswirkungen der Flüchtlingswelle, eines der Hauptthemen auf der diesjährigen Expo Real. Anders die Kaufpreise für Eigentumswohnungen: Hier führen fehlende Anlagealternativen und niedrige Zinsen zu einer Sonderkonjunktur.

Die inserierten Angebotsmieten neugebauter Wohnungen legen zwar weiterhin etwas zu, der Anstieg flacht aber zusehends ab. Gegenüber dem zweiten Quartal 2015 sind die Mietpreise in kreisfreien Städten, in den Landkreisen und deutschlandweit jeweils um 0,4 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich beträgt der deutschlandweite Anstieg 3,5 Prozent, Gleiches gilt für Landkreise und kreisfreie Städte.

Unklar sind noch die Auswirkungen der Flüchtlingswelle. Sie sei am Wohnungsmarkt noch nicht nachfragewirksam, heißt es in dem Report. Je mehr Flüchtlinge jedoch mittelfristig in Deutschland bleiben und je mehr von ihnen in den Knappheitsstädten anstelle der Leerstandsregionen wohnen werden, desto größer werde die induzierte Sonderkonjunktur der Mieten künftig ausfallen.

Die Zusammensetzung der zehn teuersten Städte im Mietpreisranking bleibt gegenüber dem letzten Quartal unverändert, auch die Rangfolge unter den Top-4-Standorten. München führt weiterhin vor Stuttgart, Frankfurt und Heidelberg. Freiburg rutscht einen Platz nach oben auf den fünften Platz und hat inzwischen Ingolstadt auf den Fersen. Hamburg ist erstmals seit 2009 nicht mehr unter den Top-5 vertreten.

Der Index für Eigentumswohnungen ist indes weiter angestiegen: Gegenüber dem letzten Quartal gab es ein Plus von 1,6 Prozent. Der Index von Ein- und Zweifamilienhäusern legt ebenfalls weiter zu, um 1,7 Prozent gegenüber dem letzten Quartal. Die Preise neugebauter Mietwohnungen steigen ebenfalls an, die Zunahme ist mit 0,4 Prozent gegenüber dem letzten Quartal aber vergleichsweise gering.

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Schlagworte zum Thema:  Mietpreis, Expo Real

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