13.07.2016 | Empirica

Neubau: Kaufpreise steigen weiterhin schneller als Mietpreise

Mietpreisentwicklung der zehn teuersten Städte seit 2012
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Seit 2014 steigen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen schneller als die Mieten: Der bundesweite Vorsprung liegt aktuell bei zehn Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Empirica. Demnach sind die Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen im zweiten Quartal 2016 im Bundesschnitt verglichen mit dem ersten Quartal um 1,5 Prozent gestiegen, während Neubaumieten ein Plus von 0,6 Prozent verzeichneten.

Grund sind laut Empirica die nach wie vor niedrigen Zinsen. Mit einem Anstieg der Zinsen könnten sich die Kaufpreise für neues Eigentum den Mietpreisen für Neubauwohnungen demnach wieder annähern.

Eigentumswohnungen um 1,5 Prozent teurer

Auch im aktuellen Quartal wird der starke Anstieg der Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen nicht gebremst. In kreisfreien Städten lagen die Kaufpreise zwei Prozent über dem Niveau des vergangenen Quartals, in Landkreisen 1,2 Prozent und deutschlandweit 1,5 Prozent darüber.

Im Jahresvergleich gegenüber dem zweiten Quartal 2015 sind sie deutschlandweit um 6,7 Prozent gestiegen, 7,9 Prozent in den kreisfreien Städten und 6,2 Prozent in den Landkreisen. Im Gesamtjahr 2015 hatten die Preise für Eigentumswohnungen einer Empirica-Analyse zufolge insgesamt um 14,5 Prozent zugelegt.

Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 sind die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen deutschlandweit um 30,2 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten um 44,7 Prozent. In Landkreisen haben sie im selben Zeitraum um 21,9 Prozent zugelegt.

Das Ranking bleibt gegenüber dem ersten Quartal unverändert, ebenso die ersten vier Plätze. Dahinter wurde durchgemischt. Den größten Sprung machte Regensburg von Platz acht auf Platz fünf und lässt damit Hamburg und Frankfurt am Main hinter sich. München bleibt auch hier am teuersten: Laut einer Postbank-Studie müssen Käufer in der bayrischen Hauptstadt für 100 Quadratmeter Wohneigentum 15 Jahreseinkommen hinlegen.

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Mieten steigen um 0,6 Prozent

Auch der Index inserierter Angebotsmieten kletterte im zweiten Quartal weiter nach oben, der Anstieg fiel aber im Vergleich zu Eigentumswohnungen moderat aus. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 sind die Mietpreise deutschlandweit um 0,6 Prozent gestiegen, in kreisfreien Städten um 0,9 Prozent und um 0,4 Prozent in Landkreisen.

Im Jahresvergleich zum zweiten Quartal 2015 betrug der deutschlandweite Anstieg 3,1 Prozent. Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 haben die Neubaumieten deutschlandweit um 22,1 Prozent zugelegt, in den kreisfreien Städten um 30,2 Prozent und um 17,7 Prozent in den Landkreisen.

Das Empirica-Mietpreis-Ranking bleibt gegenüber dem letzten ersten Quartal unverändert, auch die Reihenfolge bleibt weitestgehend konstant. München hat nach wie vor die teuersten Mieten. Lediglich Ingolstadt überholte Heidelberg und Berlin zog an Wiesbaden vorbei.

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