02.08.2016 | Wohnungsmarkt

Empirica-Blasenindex: 8 von 12 Großstädte haben „eher hohe“ Blasengefahr

Gegenüber dem Vorquartal ist die Blasengefahr in Dresden gestiegen, während sie in Dortmund gesunken ist
Bild: empirica Blasenindex

Der empirica-Blasenindex ist gegenüber dem Vorquartal um 0,01 Punkte gestiegen. Für 8 der 12 betrachteten Großstädte wird damit einmal mehr eine „eher hohe“ Blasengefahr indiziert (Vorquartal 8, vor drei Jahren 1). In 209 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten sind Mieten und Kaufpreise nicht mehr im Gleichklang (Vorquartal 204, vor drei Jahren 111). 

Getrieben werde diese Entwicklung vor allem durch die Einzelindices „Preis-Einkommen“ (+0,03) und „Vervielfältiger“ (+0,02). Die Kaufpreise steigen also schneller als die Einkommen und die Mieten.

Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt dürfte die Blasengefahr noch lange nicht gebannt sein, meinen die Experten: Auf der Angebotsseite wirke das weiterhin knappe Grundstücksangebot restriktiv, auf der Nachfrageseite dürfte der Brexit eher expansiv wirken. Damit sei der Weg bereitet, Vervielfältiger und Preis-Einkommens-Relationen auch künftig weiter in die Höhe zu treiben.

Blasengefahr in Großstädten

Gegenüber dem Vorquartal ist die Blasengefahr in Dresden gestiegen, während sie in Dortmund gesunken ist. In Essen und erstmals auch in Dresden ist die Gefahr „mäßig hoch“, in Leipzig „eher gering“ und in Dortmund jetzt nur noch „sehr gering“. In den Top-7 Städten und in Bremen wird laut Empirica eine "eher hohe" Blasengefahr indiziert. 

Schlagworte zum Thema:  Immobilienblase, Wohnung, Haus

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