05.03.2013 | JLL

EMEA-weite Hotelinvestitionen leicht unter Vorjahresniveau

Internationale Investoren verdrängen bei Hotelkäufen die klassischen europäischen Anlegergruppen
Bild: Michael Bamberger

Das Hoteltransaktionsvolumen in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) bewegte sich 2012 mit 8,5 Milliarden Euro vier Prozent unter Vorjahresniveau. Gegenüber dem Zehnjahresschnitt (11,35 Mrd. Euro) notiert Jones Lang LaSalle (JLL) einen Rückgang von knapp 21 Prozent.

Zwar ist mit 2,3 Milliarden Euro das meiste Kapital in das Vereinigte Königreich geflossen, die Dominanz ist aber nicht mehr so klar wie in 2011: Frankreich kommt auf ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro und Deutschland als Top 3-Land auf 1,3 Milliarden Euro.

Die grenzüberschreitenden intra-regionalen Investitionen zeigten auch in 2012 als kontinuierliche Folge der Unsicherheiten auf den Finanzmärkten einen Rückgang. So ging der Anteil der europäischen Investoren um 36 Prozent (2011:- 22 %) zurück, während der Anteil asiatischer und amerikanischer Anleger um 155 Prozent beziehungsweise 18 Prozent stiegen.

Mehr Einzeltransaktionen in 2012

Deutlicher noch als im Jahr 2011 überwogen in 2012 Einzeltransaktionen. Mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent erreichten sie ein Transaktionsvolumen von 6,1 Milliarden Euro. Diesem Plus von mehr als sieben Prozent lagen über 200 Deals zugrunde. Deutlich rückläufig (-24,3 %) zeigten sich Portfoliotransaktionen, die auf ein Ergebnis von 2,4 Milliarden Euro kamen (2011: 3,2 Mrd. Euro).

"Internationale Investoren aus dem Nahen Osten und Asien, oft in Form von größeren Pensionskassen, Staatsfonds und Privatinvestoren beginnen die gängigen europäischen Investorengruppen zu ersetzen", so Christoph Härle, CEO Kontinentaleuropa der Hotels & Hospitality Sparte von Jones Lang LaSalle.

Strategische Städte oder auch regionale Märkte in Großbritannien stünden trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen im Fokus dieser Investoren. In Deutschland und Frankreich zogen positive Performanceergebnisse Kapital an. Paris (+8,5%), Berlin (+8,6%), Frankfurt (+5,1%) und München (+8,5%) warteten im Vergleich mit dem Vorjahr mit deutlichen Verbesserungen in der Room Yield Entwicklung auf.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie, Hotelinvestitionen

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