10.07.2015 | JLL

Einzelhandelspakete machen ein Drittel der Transaktionen am Gewerbeimmobilienmarkt aus

Einzelhandelsportfolios: im ersten Halbjahr 2015 besonders beliebt bei Investoren
Bild: Haufe Online Redaktion

Rund ein Drittel des Transaktionsvolumens auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt entfiel im ersten Halbjahr 2015 nach Angaben des Immobiliendienstleisters JLL auf Portfolio-Transaktionen. Gehandelt wurden Immobilienpakete in einer Größenordnung von rund 8,6 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Grund von zwei Milliardendeals entfallen zwei Drittel des Volumens auf Einzelhandelsimmobilien.

JLL schließt nicht aus, dass im laufen Jahr Gewerbeimmobilienportfolios mit einem Gesamtvolumen von bis zu 18 Milliarden Euro gehandelt werden könnten

Das Ergebnis in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres entspricht bereits 72 Prozent des Transaktionsvolumens aus dem gesamten Vorjahr und übertrifft auch den Fünfjahresschnitt der Gesamtjahre 2010 bis 2014 um 20 Prozent.

Von insgesamt knapp 60 Transaktionen wurden bis zur Jahresmitte 20 im vier- oder dreistelligen Millionenbereich registriert: mit 7,1 Milliarden Euro decken sie 84 Prozent des gesamten Volumens ab (1. Halbjahr 2014: 18 mit mehr als 5,2 Milliarden Euro).

Auf Grund von zwei Milliardendeals entfallen zwei Drittel des Portfolioinvestmentvolumens auf Einzelhandelsimmobilien (1. Halbjahr 2014: 27 Prozent). Investments in Büroportfolios mit einem Anteil von 16 Prozent (1. Halbjahr 2014: 32 Prozent) und Logistik- und Industrieimmobilienpakete (acht Prozent) fallen relativ moderat aus.

Dynamik ausländischer Investoren bei Portfoliokäufen ist

82 Prozent des Transaktionsvolumens sind im laufenden Jahr bis dato zu notieren, vor einem Jahr waren es 70 Prozent. Verglichen mit dem Ausländeranteil bei Einzeltransaktionen (45 Prozent) ist das ein beeindruckender Wert. Immerhin sechs der sieben größten Portfoliotransaktionen deutschlandweit mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Euro gingen in den ersten sechs Monaten an Käufer aus den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und Malaysia.

Investoren sind immer mehr bereit, höhere Risiken zu akzeptieren. Das gilt auch für den Portfoliobereich. Bereits im Gesamtjahr 2014 lag der Anteil von Core-Investments nur noch bei 35 Prozent. Zur Jahresmitte 2015 sind es noch einmal drei Prozentpunkte weniger. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Gesamtjahre (2010 bis 2014) lag bei 46 Prozent.

Zugelegt auf 59 Prozent haben vor allem die Investments mit Core plus-Charakter.

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Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Einzelhandelsimmobilie

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