17.02.2014 | Lührmann-Trendbarometer

Einzelhandel: Beliebtestes Expansionsziel ist Süddeutschland

Stuttgarter Königstraße: Süddeutsche Innenstädte ziehen Einzelhändler an
Bild: Peter von Bechen ⁄

Einzelhändler fragen noch stärker als bisher innerstädtische 1A-Lagen nach: Rund 75 Prozent finden einen solchen Standort sehr wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt das Lührmann-Trendbarometer. Während rund 57 Prozent einen Handelsstandort im Internet als bedeutend erachten, sind nur noch etwa 37 Prozent der Ansicht, dass große Shopping-Center von großer Bedeutung sind. Süddeutschland ist das Mekka des Einzelhandels.

Verloren haben besonders Flughäfen, sonstige Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe und kleine Shopping-Center. Im Gegensatz zu 2013 hat sich die Gruppe derer, die Flughäfen weniger wichtig finden, um fast ein Drittel auf rund 44 Prozent erhöht. Kleine Shopping-Center unter 17.000 Quadratmetern sind für mehr als zwei Drittel der Befragten (67,8 Prozent) weniger wichtig oder sogar unwichtig.

Für mehr als 93 Prozent der Einzelhändler ist das Konzept Multichannel eine wesentliche Retail-Strategie der Zukunft. Doch nicht alle Branchen können die unterschiedlichen Vertriebskanäle gleich gut einbinden. Deshalb glauben fast 83 Prozent, dass die Textilbranche am meisten vom Multichanneling profitiert. Auch bei Schuhen und Sportartikeln sehen jeweils 73 Prozent der Befragten große Schnittmengen.

Süddeutschland ist gefragt

Städte mit einer Größe von 500.000 bis 1.000.000 Einwohner sind bei Einzelhändlern am begehrtesten. In der Gunst der Expansionsverantwortlichen überflügeln sie damit sogar die großen Millionen-Metropolen. Für 93 Prozent der Teilnehmer ist die Einzelhandelsexpansion in Städten mit 500.000 bis 1.000.000 Einwohner attraktiv oder sehr attraktiv. Die größeren Millionen-Metropolen sind aber nur für 90,7 Prozent der Befragten attraktiv oder sehr attraktiv.

 Für mehr als 97 Prozent der Teilnehmer ist diese Region attraktiv oder sehr attraktiv. Ganz anders sehen die Zahlen für Ostdeutschland aus: Für 72 Prozent der Befragten sind die Expansionsbestrebungen dort wenig attraktiv.

Befragt wurden ausschließlich Expansionsverantwortliche des Einzelhandels. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (52,3 Prozent) handelt es sich um internationale Einzelhändler. 28,9 der Teilnehmer sind bei einem nationalen Einzelhändler angestellt, 18,8 Prozent arbeiten für regionale Einzelhändler. Fast die Hälfte aller Teilnehmer stammt aus der Textilbranche, jeweils etwa 15 Prozent arbeiten im Lebensmittelbereich oder in der Schuhbranche.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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