23.10.2014 | Studie

Eine Million Smart-Homes bis 2020

Bei einem Smart Home lässt sich beispielsweise die Einstellung der Heizung von unterwegs aus via Smartphone einstellen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Smart-Home-Markt steht in Deutschland vor dem Durchbruch. Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte eingesetzt. Das ist das Ergebnis einer Marktprognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte im Auftrag der Fokusgruppe Connected Home des IT-Gipfels.

Damit würde sich die Anzahl der Smart Homes innerhalb von fünf Jahren mehr als verdreifachen. Ende 2013 zählte Deutschland gerade einmal 315.000 intelligent vernetzte Privathaushalte. In der Fokusgruppe beteiligen sich die Branchenverbände GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Anga, Bitkom, Zveh und Zvei sowie Vertreter von Unternehmen, die Smart-Home-Lösungen anbieten. „Der Smart-Home-Markt ist keine Nische mehr“, sagt Stephan Schneider (Bitkom), Vorsitzender der Fokusgruppe Connected Home.

Wenn die Politik die Chancen von Smart Homes erkenne und entsprechende Maßnahmen ergreife, könnte die Ein-Millionen-Marke sogar bereits 2018 erreicht und bis 2020 bereits rund 1,5 Millionen Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein, heißt es weiter. Dabei würde auch die Förderung altersgerechter Assistenzsysteme helfen, um Senioren ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern.

Verschiedene Branchen müssen zusammenarbeiten

"Die Wohnungswirtschaft, aber auch die Hersteller von technischen Assistenzsystemen und die Forschung müssen neben der Vernetzbarkeit der verschiedenen Gerätearten vor allem den Nutzern zeigen, wie technische Assistenzsysteme und die damit verbundenen Dienstleistungen den Alltag erleichtern können. Dies gilt nicht nur – aber eben auch – gegenüber älteren Menschen", erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Dazu müssten Unternehmen unterschiedlicher Branchen stärker kooperieren und  gemeinsam bezahlbare Lösungen auch für jene finden, die nicht zu den einkommensstarken Haushalten gehörten.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Smart Home

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