04.03.2015 | Grossmann & Berger

Eigentumswohnungen in Hamburgs zentralen Lagen verteuern sich um bis zu 40 Prozent

Hamburger Eigentumswohnungen verteuern sich weiter
Bild: Grossmann & Berger

Der durchschnittliche Angebotspreis für Neubau-Eigentumswohnungen in Hamburg stieg im vergangenen Jahr verglichen mit 2013 um rund 16 Prozent auf 4.800 Euro pro Quadratmeter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Grossmann & Berger. In den vergangenen fünf Jahren legte der Angebotspreis um 25 Prozent, in den zentralen Lagen sogar um 40 Prozent zu.

Zu den Zentral-Lagen im Neubaubereich zählt Grossmann & Berger die folgenden 21 zu 16 Wohnlagen zusammengefassten Stadtteile: Alsterdorf, Altona-Altstadt/Altona-Nord, Barmbek-Süd, Eilbek/Hohenfelde, Eimsbüttel/Hoheluft-West, Eppendorf/Hoheluft-Ost, HafenCity, Harvestehude, Lokstedt, Othmarschen, Ottensen, Rotherbaum, St. Georg, St. Pauli/Sternschanze, Uhlenhorst und Winterhude.

Gegenüber 2013 stieg der Durchschnittspreis hier um 22 Prozent auf 5.900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Drastische Preissteigerungen von bis zu 53 Prozent ghatte Ende 2014 auch das Online-Portal immowelt.de für Hamburg ausgemacht.

Deutlich weniger Einheiten und Wohnfläche

Im gesamten Stadtgebiet starteten 90 Neubau-Projekte mit 1.645 Einheiten und einer Gesamt-Wohnfläche von rund 155.450 Quadratmetern in den Verkauf.

Während die Projektanzahl nahezu unverändert blieb, reduzierten sich sowohl die Anzahl der Einheiten um über ein Viertel als auch die Wohnfläche um rund ein Fünftel. In den Zentral-Lagen fiel diese Entwicklung ähnlich aus. Die Anzahl der Einheiten sank um 17 Prozent auf 735, die Wohnfläche um rund 18 Prozent auf 70.000 Quadratmeter.

Anhaltender Trend zu kleineren Wohnungen

Die Abnahme der durchschnittlichen Zimmeranzahl pro Wohnung setzte sich weiter fort. Für Hamburg sank sie kontinuierlich von 3,6 Zimmern im Jahr 2009 auf 3,1 Zimmer im Jahr 2014. In den Zentral-Lagen nahm sie in demselben Zeitraum von 3,4 auf drei ab mit einer zwischenzeitlichen Zunahme im Jahr 2012.

Auch die prozentuale Verteilung der Zimmeranzahl auf das Gesamtangebot blieb, verglichen mit 2013, nahezu gleich: Es kamen 21 Prozent Vier-Zimmer-, 44 Prozent Drei-Zimmer- und 28 Prozent Zwei-Zimmer-Wohnungen in den Verkauf.

20 bis 30 Prozent der Käufer im Jahr 2014 waren Kapitalanleger, die in erster Linie kleinere Wohnungen erwarben, um bei der anschließenden Vermietung eine Gesamtbelastung zwischen 1.000 und 1.500 Euro nicht zu überschreiten.

Preisspitzenreiter Hafencity

Erwartungsgemäß wurden 2014 die höchsten durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Neubau-Eigentumswohnungen in den Zentral-Lagen in der Hafencity (9.500 Euro pro Quadratmeter), Harvestehude (9.370 Euro pro Quadratmeter aus 2013 aufgrund mangelnden Angebots in 2014) und Rotherbaum (7.350 Euro pro Quadratmeter) registriert.

Die niedrigsten, aus dem Jahr 2013 stammenden, durchschnittlichen Quadratmeterpreise wurden in St. Georg (4.250 Euro pro Quadratmeter) und Eppendorf/Hoheluft-Ost (4.690 Euro pro Quadratmeter). Der nächstniedrige, 2014 ermittelte Durchschnittspreis lag bei 4.800 Euro pro Quadratmeter in Barmbek-Süd.

Winterhude mit größtem Angebot

Die meisten Neubau-Eigentumswohnungen in den Zentral-Lagen kamen in Winterhude (177) und Barmbek-Süd (171) in den Verkauf. Hingegen blieben mit Altona-Altstadt/Altona-Nord, Eppendorf/Hoheluft-Ost, Harvestehude, St. Georg, St. Pauli/Sternschanze und Uhlenhorst gleich neun Zentral-Lagen komplett ohne Angebot.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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