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Effekte der Mietpreisbremse in Berlin noch nicht sichtbar

Mietpreisentwicklung in Berlin im Mai und Juni 2015
Bild: Empirica

Einen Monat nach Einführung der Mietpreisbremse in Berlin gab es eine Vielzahl an Stimmen, die der Mietpreisbremse ihre Wirksamkeit attestierten. Das Analysehaus Empirica widerspricht den "voreiligen Schlüssen". Eindeutige Kausalzusammenhänge zwischen Mietpreisentwicklung und Mietpreisbremse könnten bislang nicht nachgewiesen werden.

So hatte etwa eine aktuelle Untersuchung von ImmobilienScout24 die Mietpreisbremse als wirksam eingeschätzt: Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes im Juni 2015 seien die Angebotsmieten im Vergleich zum Mai um mehr als drei Prozent gesunken.

Der Empirica-Untersuchung zufolge, konzentrieren sich die Preisrückgänge bisher lediglich auf bestimmte Gebiete, während die Mietpreise in den angespannten Berliner Bezirken weitgehend gleich geblieben sein.

Es sei unter anderem denkbar, dass "eine räumliche Verschiebung des Angebots dafür gesorgt habe, dass ein gesamtstädtischer Rückgang entstanden sei", so Empirica-Analyst Reiner Braun. Etwa, weil mehr Mietinserate aus günstigen Berliner Randlagen stammten.

Um "valide Aussagen zur Wirkung der Mietbremse" in der Hauptstadt treffen zu können, seien Geduld und komplexere Auswertungen gefragt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Studie, Mietpreisbremse, Berlin

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