| Deutsche Hypo/Comfort

E-Commerce steigert Marktanteil bis 2025 auf 20 Prozent

Der Onlinehandel beschert dem stationären Einzelshandel weiteren Wettbewerbsdruck
Bild: MEV-Verlag, Germany

E-Commerce wird den Einzelhandelsmarkt weiter gravierend verändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Hypothekenbank. Demnach soll der Onlinehandel im kommenden Jahrzehnt einen Marktanteil von voraussichtlich mehr als 20 Prozent erreichen. Dennoch sind aktuell in Metropolen noch Mietsteigerungen bei Einzelhandelsimmobilien möglich. 

Einzelhandelsimmobilien bleiben für Investoren auch in den nächsten Jahren eine der bedeutendsten Assetklassen. Bei steigenden Preisen stehen die Renditen kurz- bis mittelfristig unverändert unter Druck, heißt es in der Studie der Deutschen Hypo. Vor dem Hintergrund steigender Verkaufsfläche und Umsätze prognostiziert die Deutsche Hypothekenbank eine Stabilisierung der Flächenproduktivität.

Hinsichtlich der Mietentwicklung seien zwei unterschiedliche Tendenzen zu beobachten: Während die Mieten in demografisch benachteiligten Städten und Regionen eher stagnieren, sei für die guten bis sehr guten Lagen in den Metropolen noch mit deutlichen Mietsteigerungen zu rechnen. Auslöser sei hier vor allem die anhaltend hohe Nachfrage von Filialisten und ausländischen Einzelhändlern bei unverändert knappem Flächenangebot. "Der traditionelle Einzelhandel ist sich des zunehmenden Wettbewerbsdrucks durch den Onlinehandel bewusst und hat den erforderlichen Veränderungsprozess bereits eingeleitet, zum Beispiel durch eine Multichannel-Strategie", so Andreas Pohl, Sprecher des Vorstands der Deutschen Hypo.

Comfort: Zukunft des Einzelhandels in Mittelstädten

Comfort zufolge unterscheidet sich das Einkaufsverhalten in den Innenstädten kaum zwischen Mittel- und Großstädten. Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern spielen hingegen nur noch eine geringe Rolle. Extreme Unterschiede bestehen im Hinblick auf Einzelhandelsattraktivität von stark nahversorgungsorientierten Umlandstädten von Metropolen bis hin zu leistungsstarken solitär gelegenen Städten mit weitläufigem Einzugsgebiet, wie etwa Flensburg, Fulda oder Neubrandenburg.

Gute Mittelstädte verzeichnen die höchsten City-Verkaufsflächen- und Umsatzanteile von bis zu 44 Prozent beziehungsweise 55 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Marktanteil, Einzelhandelsmarkt

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