15.07.2013 | BNPPRE

Dynamik an Logistik-Investmentmärkten hält an

Knapp 41 Prozent des Investmentumsatzes am Logistikmarkt sind Spezialfonds zu verdanken
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einem Transaktionsvolumen von 1,33 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2013 wurde BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zufolge das bereits gute Vorjahresergebnis um 56 Prozent übertroffen. Dies ist das zweitbeste jemals registrierte Ergebnis am Logistikinvestmentmarkt Deutschland.

Lediglich im Boomjahr 2007 lag der Umsatz leicht höher. Auch der langjährige Durchschnitt konnte mit diesem Resultat um 40 Prozent überboten werden, wie die Analyse von BNPPRE zeigt. Sowohl Einzel- als auch Portfoliodeals wiesen eine deutliche Ergebnisverbesserung auf. Mit einem Anteil von 35 Prozent haben Portfolios ihren Anteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum (28 %) spürbar ausgeweitet.

Entwicklung an den Top-Standorten

Mit einem Gesamtumsatz von 588 Millionen Euro wurde das Vorjahresergebnis an den Top-Standorten mehr als verdoppelt. Vor allem in München (216 Mio. €), Hamburg (152 Mio. €) und Frankfurt (88 Mio. €) wurden außergewöhnlich hohe Transaktionsvolumina registriert. Aber auch in Köln (67 Mio. €) und Düsseldorf (46 Mio. €) können sich die Ergebnisse im langfristigen Vergleich sehen lassen. Lediglich in Berlin (17 Mio. €) und Leipzig (2 Mio. €) konnte nicht an die Vorjahresergebnisse angeknüpft werden.

Auffällig ist die breite Streuung über alle Größenklassen. Zwar liegen Großdeals mit mehr als 50 Millionen Euro mit knapp 33 Prozent erwartungsgemäß in Führung, dicht dahinter folgt mit etwa 30 Prozent die Kategorie von 25 bis 50 Millionen Euro. Darüber hinaus entfällt rund ein Viertel des Transaktionsvolumens auf Verkäufe zwischen zehn und 25 Millionen Euro. Die verbleibenden rund zwölf Prozent wurden in kleinere Objekte mit einem Investitionsvolumen unter zehn Millionen Euro angelegt.

Deutsche Investoren klar in Führung

Die bereits im letzten Jahr zu verzeichnende Dominanz der Spezialfonds hat sich nicht nur fortgesetzt, sondern noch verstärkt. Knapp 41 Prozent des Investmentumsatzes entfallen auf diese Anlegergruppe, die vor allem viele der etwas größeren Verkäufe realisiert haben. Mit weitem Abstand folgen dann Immobilienunternehmen (19 %) und private Anleger (18 %) auf den weiteren Podestplätzen.

Zur Spitzengruppe gehören auch noch Corporates, die mit rund 13 Prozent am Gesamtumsatz beteiligt waren. Mehr als 91 Prozent des Transaktionsvolumens entfallen somit auf lediglich vier Anlegertypen. Alle übrigen Investorengruppen waren bislang nur in geringerem Umfang am Investmentgeschehen beteiligt.

Im Vergleich zum ersten Quartal konnten deutsche Investoren ihren Vorsprung gegenüber ausländischen Anlegern im zweiten Quartal ausbauen. Insgesamt kommen sie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf einen Umsatzanteil von gut 62 Prozent. Der Anteil ausländischer Investoren liegt mit knapp 38 Prozent, wie bereits im Vorjahr, aber deutlich höher als bei den gewerblichen Investments insgesamt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Logistikimmobilie

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