15.10.2012 | BNPPRE

Düsseldorfer Büroflächenmarkt lässt im Vergleich zum Vorjahr leicht nach

Auch die Mieten am Bürostandort Medienhafen sind deutlich gestiegen
Bild: Anteon Immobilien

Der Düsseldorfer Büromarkt erzielte in den ersten drei Quartalen einen Flächenumsatz von 228.000 Quadratmetern und kann damit nicht ganz an das gute Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum anschließen (-13 %). Das ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Den höchsten Flächenumsatz (32.000 m²) verbucht der Teilmarkt Düsseldorf West/linksrheinisch durch den Großabschluss der Telekom, der allein knapp 17.000 Quadratmeter beiträgt. Mit einigem Abstand folgen der Kennedydamm mit 26.500 Quadratmetern, die Büromarktzone CBD/Bankenviertel mit 26.000 Quadratmetern sowie die Lagen Seestern (20.000 m²) und Medienhafen (19.000 m²).

Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmen am aktivsten

Die Verteilung der Nachfrage nach Branchen spiegelt die breit gefächerte Wirtschaft der Rheinmetropole wider: Sechs Branchen halten Anteile zwischen elf und 19 Prozent. An vorderster Stelle liegen aktuell die Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologien (19 %) vor den Handelsunternehmen, die auf rund 16 Prozent kommen. Auch Beratungsgesellschaften und Verwaltungen von Industrieunternehmen waren mit Beiträgen von rund 13 beziehungsweise zwölf Prozent sehr aktiv. Die sonstigen Dienstleistungen sowie die öffentliche Verwaltung steuerten je elf Prozent zum Umsatz bei. Die übrigen Branchen kommen auf weniger als fünf Prozent.

Leichter Rückgang des Flächenangebots – Spitzenmiete steigend

Die Flächen im Bau haben um rund neun Prozent auf aktuell 238.000 Quadratmeter zugenommen, da die neu begonnenen Projekte das fertiggestellte Volumen etwas überschreiten. Mit Blick auf die verfügbaren Flächen im Bau ist jedoch festzustellen, dass einige Projekte aufgrund der insgesamt guten Nachfragesituation auch ohne umfangreiche Vorvermietungen begonnen wurden, wodurch sich das Angebot der verfügbaren Flächen im Bau auf 80.000 Quadratmeter ausgeweitet hat.

Da der Leerstandsrückgang aber spürbar stärker ausfiel als der Anstieg im Neubaubereich, ist das insgesamt verfügbare Flächenangebot (Leerstand + verfügbare Flächen im Bau) auf 1,13 Millionen Quadratmeter gesunken (-4 %). Die zunehmende Verknappung moderner Flächen hat die Spitzenmiete auf einen neuen Rekordwert von 25 Euro pro Quadratmeter (+3 %) ansteigen lassen. Erzielt wird sie wie zuvor im CBD/Bankenviertel. Auch im Medienhafen wird mit 23,50 Euro pro Quadratmeter ein deutliches Plus bei der Höchstmiete verzeichnet (+9 %).

Die Durchschnittsmieten haben sich ebenfalls in der Mehrzahl positiv entwickelt und liegen über dem Vorjahresniveau.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie

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