06.11.2014 | DTZ/Colliers

Transaktionsvolumen am deutschen Gewerbemarkt wächst auf 8,44 Milliarden Euro

Insgesamt wurden 4,43 Milliarden Euro in Büroobjekte investiert werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einem gewerblichen Transaktionsvolumen von 8,44 Milliarden Euro in Deutschland ist dem Immobilienberater DTZ zufolge das dritte Quartal gegenüber dem zweiten Quartal 2014 um 20 Prozent gewachsen. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) planen europäische institutionelle Anleger für 2015 eine Steigerung des Investmentvolumens um 78 Prozent, wie Colliers International mitteilt.

Insgesamt wechselten von Januar bis September Gewerbeimmobilien und Grundstücke für 25,47 Milliarden Euro den Besitzer. Das ist ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und markiert damit einen neuen Höchststand, wie aus der DTZ-Studie "Investment Market Update Deutschland Q3 2014" hervorgeht.

Ausländisches Kapital war mit elf Milliarden Euro für Ankäufe deutscher Gewerbeimmobilien verantwortlich. Bis zum Jahresende wird voraussichtlich der Spitzenwert aus dem Jahr 2008 mit knapp 12 Milliarden Euro übertroffen. Der Marktanteil der ausländischen Käufer beläuft sich auf rund 45 Prozent.

Im dritten Quartal 2014 war das größte Neuinvestment die Aufstockung des Anteils an mfi auf 91,5 Prozent durch den französischen Shoppingcenter-Investor Unibail Rodamco für 317 Millionen Euro (Verkäufer: Perella Weinberg). Auf Platz zwei und drei liegen asiatische Investments: Der I-Reit Global aus Singapur erwarb ein Portfolio mit Büroobjekten in Bonn, Darmstadt und Münster. Der koreanische Pensionsfonds Poba erwarb 50 Prozent an einem Portfolio mit sieben Büroimmobilien.

Büroobjekte waren das bevorzugte Anlageziel, insgesamt wurden 4,43 Milliarden Euro investiert. Hierunter waren auch Großdeals jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke. Einzelhandelsobjekte machten 1,49 Milliarden Euro Transaktionsvolumen aus. Angestiegen ist der Handel mit Industrie- und Logistikimmobilien auf 720 Millionen Euro Transaktionsvolumen.

Die Top-5-Städte (München, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg) vereinen im dritten Quartal 60 Prozent beziehungsweise 5,07 Milliarden Euro des Transaktionsvolumens auf sich. Das ist der mit Abstand höchste Quartalswert des Jahres. Auf Platz eins liegt München mit 1,67 Milliarden Euro Transaktionsvolumen, gefolgt von Berlin (1,32 Milliarden Euro), Hamburg (980 Millionen Euro), Frankfurt (810 Millionen Euro) und Düsseldorf (290 Millionen Euro).

Colliers: Deutsche Top 6-Standorte im verstärkten Investoren-Fokus

Die Umfrage "Global Investor Sentiment Survey 2015" des Immobilienberaters Colliers International zeigt, dass mehr als Dreiviertel aller Investoren im Jahr 2015 eine Erhöhung ihrer Immobilieninvestitionen planen.

Dem Bericht zufolge wollen 78 Prozent der in EMEA ansässigen Investoren (plus 17 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) sowie 67 Prozent der Investoren von außerhalb Europas ihre Immobilienportfolios in der Region EMEA in nächsten zwölf Monaten ausbauen.

In der Befragung nahmen über 600 Investoren weltweit teil, angefangen bei staatlichen Investitionsfonds bis hin zu Private-Equity-Gesellschaften aus den USA, Kanada, Lateinamerika, Asien, Australien, Europa und im Nahen Osten.

30 Prozent der asiatischen beziehungsweise 28 Prozent der US-amerikanischen Investoren an, Interesse an Investitionen in der EMEA-Region zu haben. Darüber hinaus planen 71 Prozent der kanadischen Umfrageteilnehmer in den kommenden zwölf Monaten Investitionen in Europa.

Im Hinblick auf die Investitionsziele der internationalen Kapitalströme in EMEA zeichnet sich ein Wandel ab. Investoren aus Asien fokussieren sich nicht mehr ausschließlich auf London als Eintrittsmarkt in Europa, sondern auch auf europäische A-Standorte wie München, Frankfurt, Paris, Madrid und Rom.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien

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