31.07.2014 | DTZ

Gewerbeinvestments in Deutschland im zweiten Quartal rückläufig

Im zweiten Quartal floßen 43 Prozent der Investitionen in Büroimmobilien
Bild: Haufe Online Redaktion

Auf dem europäischen Markt für Gewerbeimmobilien wurden im zweiten Quartal 2014 36,6 Milliarden Euro investiert, wie eine Studie des Immobiliendienstleisters DTZ zeigt. Die größte Steigerung gab es in Frankreich mit 7,2 Milliarden Euro und einem Plus von 71 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Deutschland verzeichnete nach einem starken ersten Quartal von 9,4 Milliarden Euro nur noch sechs Milliarden Euro an Transaktionen.

Dass die Performance im ersten Quartal 2014 in Deutschland und auch Großbritannien besonders stark war, zeigt auch der RICS "Global Commercial Property Monitor".

Im zweiten Quartal blieb das Volumen auch in Großbritannien mit einer Steigerung von drei Prozent auf 12,8 Milliarden Euro weitestgehend unverändert. In den Benelux-Staaten hingegen gab es im zweiten Quartal eine Steigerung um 61 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, in den Randmärkten Italien, Irland und Spanien stiegen die Transaktionen um 19 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Inländische Investoren haben Volumenanteil von 64 Prozent

Im zweiten Quartal 2014 gab es zahlreiche Deals jenseits der 500-Millionen-Euro-Marke, die mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Milliarden Euro den Wert des ersten Quartals mit 4,4 Milliarden Euro deutlich hinter sich ließen. Diese Mega-Deals konzentrierten sich vor allem in Frankreich und Großbritannien, aber auch in Spanien. Somit wuchs die durchschnittliche Deal-Größe von 28 Millionen Euro im ersten Quartal auf nun 36 Millionen Euro.

Treiber des Wachstums waren im zweiten Quartal inländische Investoren mit einem Volumenanteil von 64 Prozent. Der Anteil grenzüberschreitender Investitionen fiel auf 36 Prozent, was deutlich unter den durchschnittlich 46 Prozent der vergangenen zwei Quartale liegt. Nordamerikanisches und global eingesammeltes Kapital dominiert weiterhin den Markt, wenn auch in geringerem Ausmaß.

Im ersten Quartal 2014 haben ausländische Anleger verglichen mit dem Vorjahr 53 Prozent mehr Kapital in Deutschland investiert, wie eine Analyse des Immobilienberaters CBRE zeigt.

Asiatische Investitionen waren ebenfalls rückläufig, dagegen sind die Aktivitäten aus dem Nahen Osten gestiegen. Großbritannien konzentriert wie gewohnt den größten Anteil des Transaktionsvolumens auf sich, gefolgt von Deutschland und Frankreich, allerdings bei steigender Bedeutung von Italien und Spanien.

43 Prozent der Investments fließen in Büroimmobilien

Mit 15,8 Milliarden Euro flossen im zweiten Quartal 43 Prozent der Investitionen in Büroimmobilien. Erwähnenswert ist die zunehmende Aktivität im Einzelhandelssektor, der mit einem Anstieg von 8,7 Milliarden Euro im ersten Quartal auf elf Milliarden Euro den stärksten Zuwachs aller Asset-Klassen verzeichnete. Ein Großteil dieses höheren Volumens (63 %) ist auf den Verkauf von Shopping-Centern, vor allem in Großbritannien, Frankreich und Spanien, zurückzuführen, die im zweiten Quartal 6,7 Milliarden Euro umfassten.

Starke Aktivität war auch im Hallenflächensektor zu beobachten, wo mit 4,9 Milliarden Euro im zweiten Quartal das höchste Niveau seit dem Krisenausbruch erreicht wurde. Den Großteil dieser Investitionen vereinen Großbritannien und Finnland auf sich, wobei Lagerobjekte und Logistikimmobilien die meistgehandelten Assets darstellten.

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