| DTZ Marktbericht

Frankfurt und München teurer als New York

Bürogebäude in London wie das 30 Crown Plaza sind teuer.
Bild: Hannover Leasing

Bei den Bürostandorten befinden sich Frankfurt und München unter den weltweit teuersten 20 Märkten. Den Spitzenplatz hält weiterhin London. Das geht aus dem von DTZ veröffentlichten „Global Occupancy Costs – Offices (Goco)“-Report 2014 hervor.

Frankfurt und München sind demnach teurer als beispielsweise New York. Frankfurt liegt mit jährlichen Kosten von 13.500 US-Dollar pro Büroarbeitsplatz mehr als 50 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Hamburg ist der einzige der deutschen Top 5 Standorte, der leicht unter dem europäischen Durchschnitt liegt.

Laut DTZ-Analyse hat London mit 26.310 US-Dollar pro Jahr und Büroarbeitsplatz seinen Spitzenplatz als teuerster Markt weltweit verteidigt. Die Flächennachfrage erreichte hier den höchsten Stand seit 2009, gleichzeitig ist das Flächenangebot, insbesondere im Londoner West End, angespannt. Ganz anders ist die Situation in Paris und Genf: Vor allem aufgrund niedrigerer Spitzenmieten können die Mieter von erheblichen Kosteneinsparungen profitieren. Beide Standorte sind im globalen Ranking um zwei Plätze gesunken. Genf steht nun auf Rang fünf (2012: Rang 3) und Paris auf Rang 9 (2012 Rang 7). Die deutlichste Aufwärtsbewegung im globalen Ranking verzeichnet Moskau, das 2013 im Vergleich zum Vorjahr vom zehnt- zum sechstteuersten Standort aufstieg.

Raumkosten erhöhen sich nur leicht

Der „Global Occupancy Costs – Offices (Goco)“-Report 2014 zeigt, dass sich die durchschnittlichen jährlichen Raumkosten für erstklassige Büroflächen im Jahr 2013 europaweit um lediglich 0,2 Prozent auf 8.800 US-Dollar pro Büroarbeitsplatz erhöht haben. In den einzelnen Märkten verlief die Entwicklung jedoch stark unterschiedlich. So kam Dublin auf einen Anstieg von zwölf Prozent, wohingegen die Raumkosten in Paris um zwölf Prozent sanken.

Erstmals untersuchte DTZ die Erschwinglichkeit der einzelnen globalen Märkte für Unternehmen. Dazu wurden die Raumkosten pro Arbeitsplatz der wirtschaftlichen Produktivität (gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Beschäftigten) gegenübergestellt. Nigel Almond, Head of Strategy Research von DTZ, dazu: „Die meisten großen europäischen Märkte entsprechen der Grundannahme, dass die kostspieligen Märkte auch die höchste Produktivität aufweisen. Dies gilt beispielsweise für Frankfurt, London, Paris und Stockholm. Allerdings sind uns auch Ausnahmen aufgefallen, wo hohe Wirtschaftsproduktivität auf niedrige Raumkosten trifft, etwa in Kopenhagen, Brüssel, Lyon und Rom. Diese Märkte dürften sehr attraktive Zielstandorte für Unternehmen darstellen, die über eine Expansion oder einen Umzug nachdenken.“

Fläche pro Arbeitsplatz reduziert sich

Die Untersuchungsergebnisse von DTZ zeigen, dass sich in Europa die durchschnittliche Fläche pro Arbeitsplatz seit dem Jahr 2009 um fünf Prozent reduziert hat. Im Hinblick auf die kommenden zwei Jahre erwartet DTZ europaweit einen Anstieg der durchschnittlichen Raumkosten um jährlich 1,2 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Büromarkt, Marktanalyse

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