09.10.2013 | Dr. Klein-Trendindikator

Dresdner Hauspreise steigen am stärksten

In Dresden steigen die Hauspreise stärker als in München
Bild: Juergen Gessner ⁄

Auf dem Hausmarkt verzeichnet Dresden im 1. Halbjahr 2013 mit 8,56 Prozent den stärksten Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr: Damit liegt die Preissteigerung über der des Münchner Hausmarkts (+7,59 Prozent). Das geht aus dem Dr. Klein-Trendindikator Immobilienpreise DTI hervor.

In Düsseldorf nehmen die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 6,42 Prozent zu, in Hamburg und Berlin um 6,33 Prozent beziehungsweise 5,65 Prozent. Allein in Frankfurt am Main gaben die Wohnungspreise leicht um 0,81 Prozent nach.

München führt Preisentwicklung auf Wohnungsmarkt an: Plus 13,75 Prozent

"Die Preisentwicklung auf dem deutschen Wohnungsmarkt führt ganz klar München an, wo sich Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres um 13,75 Prozent verteuert haben", so Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. Mit 13,22 Prozent und 10,01 Prozent haben die Wohnungspreise auch in Dresden und Dortmund unerwartet stark zugelegt. Es folgen Berlin und Düsseldorf mit Preiszuwächsen von 9,98 Prozent beziehungsweise 8,99 Prozent.

Sinkende Finanzierungskosten überkompensieren steigende Kaufpreise

Eine Sonderauswertung von Europace, dem Marktplatz für Immobilienfinanzierungen, Bausparen und Ratenkredite, zeigt, dass die tatsächlichen Kaufpreise für Wohnimmobilien deutschlandweit zwischen Januar 2009 und August 2013 im Schnitt um 16,5 Prozent angestiegen sind. Im gleichen Zeitraum ist die Standardrate für ein Darlehen von 150.000 Euro mit zehnjähriger Sollzinsbindung, einem Beleihungsauslauf von 80 Prozent und zweiprozentiger Tilgung um 29,4 Prozent zurückgegangen.

"Im Vergleich zu den angezogenen Kaufpreisen für Wohneigentum sind die Finanzierungskosten überproportional gesunken", sagt Hans Peter Trampe, Vorstand der Dr. Klein & Co. AG. Obwohl die Baufinanzierungszinsen seit Mai 2013 um etwa 0,50 Prozent gestiegen sind, ist das Zinsniveau im historischen Vergleich immer noch niedrig. Die gesunkenen Finanzierungskosten haben somit eine größere Hebelwirkung als die Kaufpreissteigerungen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Studie, Hauspreis, Expo Real

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