29.08.2013 | Comfort

Dresdner City für Einzelhändler zunehmend attraktiv

Altmarktgalerie: Einer der Anziehungspunkte der Einkaufsdestination Seestraße/Altmarkt
Bild: TLG IMMOBILIEN GMBH

In 2012 wurden in der Dresdner City rund 678 Millionen Euro umgesetzt. Dabei steigt der Anteil der Innenstadt am Gesamtumsatz der Stadt seit Jahren kontinuierlich und liegt derzeit bei 25 Prozent, wie eine Studie von Comfort zeigt. Wichtigste Fußgängerzone ist die Prager Straße.

Die Prager Straße hat sich zur wichtigsten Fußgängerzone der Dresdner Innenstadt entwickelt. Sie ist die Verbindungsstraße zum Hauptbahnhof. Neue Mieter sind Depot und Woolworth. Der aktueller Mietpreis liegt bei 110 Euro pro Quadratmeter. Die Einkaufsdestination Seestraße / Altmarkt profitiert von der Erweiterung des Shopping-Centers "Altmarkt-Galerie" der ECE.

Investmentaktivitäten gewinnen an Dynamik

Die Investmentaktivitäten haben in Dresden zuletzt erheblich an Dynamik gewonnen, mehrere Großdeals prägten das Geschehen in den Top-Lagen der Stadt. Das Einkaufszentrum "Altmarktgalerie" ist nun im alleinigen Besitz von Deutsche Euroshop, die vom Miteigentümer, TLG Immobilien, für zirka 70 Millionen Euro die restlichen 33 Prozent der Anteile übernahm.

Eine weitere großvolumige Transaktion umfasste das Karstadt-Warenhaus am Eingang der Prager Straße, welches im Rahmen eines Portfoliodeals von einem Konsortium unter der Führung der österreichischen Signa Holding des Investors Rene Benko zu einem nicht kommunizierten Preis von Highstreet erworben wurde. Des Weiteren wurde das 8.700 Quadratmeter umfassende Entwicklungsgrundstück am Wiener Platz für 9,5 Millionen Euro an Revitalis Real Estate veräußert und soll unter dem Projektnamen "Prager Carrée" für zirka 60 Millionen Euro mit zirka 20 Ladengeschäften sowie 250 Wohnungen bebaut werden.

Investoren konzentrieren sich auf gefragte Lagen

Grundsätzlich ist der Standort Dresden bei vielen Investoren gesucht, jedoch konzentrieren sich diese hinsichtlich des Mikrostandortes auf die gefragten Einzelhandelslagen Prager Straße, Seestraße und Altmarkt. Das Risiko, sich in schwächeren Lagen nicht behaupten zu können, wird von vielen Investoren als zu hoch eingestuft. Das spiegelt auch der signifikante Preisabschlag der B-Lagen wider, wo Objekte mit Vervielfältigern von rund drei Jahresmieten unter den Toplagen angeboten werden und dennoch nur schwer einen Käufer finden.

Die erzielbaren Anfangsrenditen in den stärksten Lagen liegen wie in den letzten Jahren stabil bei rund 5,5 Prozent, im Einzelfall auch knapp darunter. In den Rand- und Nebenlagen ist die Nachfrage institutioneller Investoren nach wie vor gering.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Depot

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