25.02.2015 | DIP

Transaktionsvolumen an den Top-Logistikstandorten steigt um 54 Prozent

Mehr als sieben Prozent Anfangsrendite erzielen Spitzenobjekte in Bremen und Dresden
Bild: DIP

Im Investmentsegment "Logistik“ wurden 2014 rund 3,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das sind 1,3 Milliarden Euro beziehungsweise 54 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenverbund DIP – Deutsche Immobilien-Partner. Analog zur starken Nachfrage zog das Preisniveau an den untersuchten Standorten an, und die Spitzenrendite gab um 36 Basispunkte auf 6,67 Prozent nach.

Zu den analysierten DIP-Standorten gehören Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Ungeachtet des knappen Angebots an modernen Logistikflächen erhöhte sich die Spitzenmiete im Mittel aber nur geringfügig auf 5,13 Euro pro Quadratmeter (2013: 5,07 Euro pro Quadratmeter).

Logistikflächen und -objekte werden knapper

Das Anlageinteresse an Logistikimmobilen ist bundesweit gestiegen. Zum einen sind die Einstiegsrenditen deutlich attraktiver als in anderen Asset-Klassen. Zum anderen wurde der Markt transparenter, so dass sich neben den Entwicklungsspezialisten mittlerweile auch breitere Investorenkreise in dieser Asset-Klasse erfolgreich betätigen.

Die gestiegene Nachfrage nach Logistikimmobilien zeigt nivellierende Auswirkungen auf die Einstiegspreise beziehungsweise Anfangsrenditen. Für erstklassige Logistikanlagen gab die Spitzenrendite im Mittel der analysierten DIP-Standorte 2014 um 36 Basispunkte auf 6,67 Prozent nach (2013: 7,03 Prozent).

In den ersten drei Quartalen 2014 war dem Immobiliendienstleister JLL zufolge Deutschland mit einem Umsatz von 3,5 Millionen Quadratmetern der stärkste europäische Nutzermarkt.

München und Frankfurt am teuersten

Die teuersten Städte, gemessen an den Spitzenrenditen für Logistikobjekte, sind München und Frankfurt am Main. Hier werden Top-Objekte zu einer Anfangsrendite von 6,3 Prozent gehandelt. Damit gab die Spitzenrendite in München um 20 Basispunkte und in Frankfurt sogar um 40 Basispunkte nach.

In Hamburg wurden im Berichtsjahr erstklassige Logistikobjekte zu einer Spitzenrendite von 6,4 Prozent gehandelt (minus zehn Basispunkte). In Düsseldorf, Köln und Stuttgart liegt die Spitzenrendite bei 6,5 Prozent. In Düsseldorf gab die Spitzenrendite um 40 Basispunkte nach, in Köln und Stuttgart jeweils um 50 Basispunkte.

Unter sieben Prozent liegt die Anfangsrendite für Top-Logistikobjekte in Berlin (6,6 Prozent; minus 60 Basispunkte), Hannover (6,7 Prozent; minus 40 Basispunkte), Nürnberg (6,7 Prozent; minus 30 Basispunkte) und in Leipzig (6,9 Prozent; minus 20 Basispunkte).

Mehr als sieben Prozent Anfangsrendite erzielen Spitzenobjekte in Bremen (7,1 Prozent; minus 40 Basispunkte) und in Dresden (7,5 Prozent; minus 30 Basispunkte).

Perspektiven

Logistikimmobilien wurden lange als Sonderfall und Spezialimmobilie verkannt. Das ändert sich allmählich. Allein schon aus Renditegesichtspunkten rückt diese Asset-Klasse immer mehr in den Fokus der verschiedenen Investorenkreise. Das führt zu einem vermehrten Handel und zugleich zu mehr Transparenz.

Darüber hinaus speist sich die Nachfrage nach Logistikflächen nicht aus Verdrängung, sondern aus Branchenwachstum. Angesichts vergleichsweise verhaltener Reproduktions- und spekulativer Neubautätigkeit halten sich Leerstände in Logistikanlagen der neuen Generation in geringem Rahmen. Vor dem Hintergrund der in den hubs vorherrschenden allgemeinen Produktknappheit und des attraktiven Renditeniveaus lassen sich mit Logistikimmobilien die gesteckten Investitionsziele der Investoren noch am ehesten erreichen.

Als Trend ist davon auszugehen, dass die "letzte Meile" weiter an Bedeutung gewinnt: Bereits heute bieten die führenden Logistiker "Time-Slot-Services" auch im privaten Bereich an. Vor allem verkehrsgünstige Standorte in innerstädtischen Lagen für kleinere Verteilerzentren werden in den Fokus rücken. 

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Logistikimmobilie

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