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Büroflächenumsatz an 13 Top-Standorten auf neuem Höchststand

Düsseldorf verzeichnet den größten Zuwachs unter den Top-13-Bürostandorten
Bild: Dieter Hopf ⁄

Der Büroflächenumsatz in den 13 deutschen Büromärkten Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Rostock und Stuttgart betrug 2015 insgesamt 3,98 Millionen Quadratmeter. Das zeigt eine Analyse von DIP – Deutsche Immobilien-Partner. Es ist der höchste Flächenumsatz seit 25 Jahren. Den größten Zuwachs verzeichnet Düsseldorf mit plus 49 Prozent.

Nur in den Jahren 2000 und 2007 wurde mit 3,94 Millionen beziehungsweise 3,90 Millionen Quadratmetern ein ähnlich hohes Niveau erreicht. Der aktuelle Umsatz liegt rund 20 Prozent über dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre.

Leerstandsquote sinkt auf 6,8 Prozent

Gleichzeitig sank DIP zufolge der Büroflächenleerstand in den analysierten Büromärkten wie prognostiziert binnen Jahresfrist weiter um rund 1,15 Millionen Quadratmeter auf aktuell rund sieben Millionen Quadratmeter (Ende 2014: 8,15 Millionen Quadratmeter). Die Leerstandsquote reduzierte sich entsprechend von acht auf 6,8 Prozent.

Spitzenmiete steigt an

Dabei führt die insgesamt geringe spekulative Neubautätigkeit zu einer zunehmenden Verknappung an modernen Flächen in Innenstadtlagen und zu stabilen bis steigenden Spitzenmieten: Entsprechend zog die durchschnittliche gewichtete Spitzenmiete in den analysierten deutschen Büromärkten in den vergangenen zwölf Monaten von 25,70 Euro pro Quadratmeter auf aktuell 26,10 Euro pro Quadratmeter an.

Das durchschnittliche Mietniveau für Büroflächen in Citylagen verzeichnete binnen Jahresfrist einen Zuwachs um elf Prozent auf 17,30 Euro pro Quadratmeter.

Büroflächenumsatz in den Big 7

In den sieben größten deutschen Büromärkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) stieg der Büroflächenumsatz mit 3,56 Millionen Quadratmetern beziehungsweise einem Anteil von 89 Prozent an den gesamten DIP-Büroflächenumsätzen um zirka 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die größten Umsatzzuwächse wurden in Düsseldorf (plus 49 Prozent) und Berlin (plus 42 Prozent) registriert.

Berlin überholt München

München galt in der Vergangenheit als umsatzstärkster deutscher Büromarkt. Im zweiten Jahr in Folge hat sich nun der Berliner Bürovermietungsmarkt mit einem Jahresumsatz von rund 854.000 Quadratmetern (plus 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr) an München (720.000 Quadratmeter, plus 24 Prozent) vorbeigeschoben. Auf den dritten Platz kommt Hamburg mit 540.000 Quadratmetern und einem Zuwachs von drei Prozent.

Düsseldorf verbucht mit einem Umsatzwachstum von 49 Prozent auf 471.000 Quadratmeter den höchsten Flächenumsatz nach dem Rekordjahr 2007. Geringere Umsatzschwankungen wurden in Frankfurt (389.000 Quadratmeter; plus sieben Prozent), Köln (295.000 Quadratmeter; plus 16 Prozent) und Stuttgart (290.000 Quadratmeter; plus sechs Prozent) analysiert.

Prognose und Trends 2016

DIP prognostiziert für die 13 analysierten Büromärkte für das laufende Jahr 2016 einen gegenüber dem Vorjahr leicht nachlassenden Büroflächenumsatz, der zwischen 3,6 und 3,8 Millionen Quadratmeter.

Da das verfügbare nachfragegerechte Büroflächenangebot insbesondere in den Top-Lagen schrumpft (sinkende Leerstände) und sich nach DIP-Analysen keine markante Zunahme der Fertigstellungen in 2016 abzeichnet, ist insgesamt mit einem weiteren Anstieg der Spitzenmieten zu rechnen.

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Büroflächen

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