Dass eine schnelle und ausfallsichere Internetverbindung für Büroarbeitsplätze wichtiger ist, als die meisten anderen Faktoren, ist nichts Neues. Insofern ergibt die aktuelle Umfrage des PropTechs Wired Score nichts anderes als die Umfrage im Vorjahr. Interessant ist, dass modern gestaltete Räumlichkeiten kaum von Interesse sind. Erstmals befragt wurden die Umfrageteilnehmer nach dem Investitionsbedarf.

Fällt das Internet aus, hat das gravierende Folgen, wie die von WiredScore beauftragte Umfrage unter Marktteilnehmern in der Immobilienbranche zeigt. Bei einer Störung von etwa zwei Stunden rechnen die Befragten mit negativen Auswirkungen auf die Produktivität, den Umsatz und die Kundenzufriedenheit. Auch Spannungen und Stress im Büro sind die Folge.

55 Prozent der Befragten geben in der aktuellen Umfrage an, mehr als acht Stunden täglich vor dem Computer zu sitzen, weitere 28 Prozent kommen auf sechs bis acht Stunden. "Da verwundert es kaum, dass die Grundlage für modernes softwaregestütztes Arbeiten in Bürogebäuden gegeben sein muss, also eine schnelle und ausfallsichere Internetverbindung", sagt Sebastian Kohts, Director bei WiredScore.

Konnektivität bleibt das wichtigste Kriterium für Büroarbeiter

In der aktuellen Umfrage sagten 58 Prozent der Befragten, dass ihnen die Internetverbindung das wichtigste Merkmal sei. Vor einem Jahr gaben 84 Prozent der Umfrageteilnehmer die schnelle Internetverbindung als Hauptkriterium bei der Bürosuche an. Die deutlich höhere Zustimmung im Juli 2017 zu diesem Punkt mag darin begründet sein, dass in der Umfrage 2017 von Wired Score andere Kriterien (etwa "Miete" und "Zertifizierung") zur Auswahl standen als in diesem Jahr.

Der Konnektivität gegenübergestellt sind in der aktuellen Umfrage die Kriterien "gute Erreichbarkeit und Anbindung an die lokale Infrastruktur" (für 31 Prozent der Befragten am wichtigsten) und "modern gestaltete Räumlichkeiten" (spielt nur für acht Prozent der Befragten eine Rolle).

Wo besteht der höchste Investitionsbedarf?

Bei der Frage nach dem höchsten Investitionsbedarf am digitalen Arbeitsplatz gaben 35 Prozent der Marktteilnehmer die Kommunikationsinfrastruktur an. Knapp 30 Prozent wünschen sich neue IT-Systeme, während 24 Prozent in Datenschutz und Datensicherheit investieren würden. Die smarte Gebäudesteuerung erreicht hier immerhin zwölf Prozent.

"Obwohl das große Zukunftsthema Smart Building in aller Munde ist, hapert es an vielen Arbeitsplätzen immer noch an den Grundlagen der digitalen Infrastruktur," ergänzt Sebastian Seehusen, Director of Germany bei WiredScore. Hier gebe es enormes Verbesserungspotenzial.

Dem Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA zufolge ist der Bereich Smart Building auf dem Vormarsch.

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